Erster Sieg einer Frau bei der Dakar seit Jutta Kleinschmidt 2001

Written by on 19. Januar 2024 in Allgemein

Die 46. Rallye Dakar ist Geschichte: Christina Guiterrez Herrero holt auf der Mini-Etappe den Gesamtsieg der Prototypen

Frauenpower: Cristina Gutierrez (ESP) siegt bei der Rally Dakar 2024. Ankunft in Yambu.

Es ist eine Geschichte, wie sie so eben nur die Rallye Dakar schreiben kann. Die Spanierin Christina Guiterrez Herrero hat sich auf der zwölften und letzten Etappe der diesjährigen und nunmehr 46. Rallye Dakar zusammen mit ihrem Landsmann Pablo Moreno Huete den Gesamtsieg in der Prototypen-Klasse geholt. Dabei hatte die Taurus-Pilotin nach der gestrigen Etappe noch einen Rückstand von über 25 Minuten auf die Führenden Markenkollegen Mitchell Guthrie und Kellon Walch (beide USA), die das Gesamtklassement seit der sechsten Etappe ununterbrochen anführten. Herrero konnte lediglich die sechste Etappe gewinnen, während Guthrie/Walch immerhin auf drei „Stages“ aufs oberste Podium fuhren. Doch auf der kürzesten Etappe der gesamten Rallye bremsten Getriebeprobleme Guthrie und Walch aus. Guiterrez ihrerseits kam ohne Probleme durch, wurde Tagesdritte und sicherte sich so den Klassensieg. Damit ist die Spanierin seit Jutta Kleinschmidt im Jahr 2001 die erste Frau, die wieder eine Klassenwertung der Dakar gewinnen konnte. Guthrie/Walch machten den Doppelsieg von Taurus perfekt. Auf Platz drei in der Prototypen-Wertung landeten der Litauer Rokas Baciuska und sein spanischer Co-Pilot Oriol Vidal Mintijano vom Can-AM Werksteam.

Das Podium der Quad-Klasse: Manuel Andujar, Alexandre Giroud und Juraj Varga.

In der Quad-Klasse setzte der Argentinier Manuel Andujar um, was er schon vor dem Start der Rallye verkündet hatte. Der zweite Gesamtsieg sollte her und den hat er mit beeindruckender Konstanz eingefahren. Nach 2021 steht der Argentinier wieder ganz oben auf dem Dakar-Podium, feiert den zweiten Gesamtsieg. Auf der vierten Etappe hatte er die Klassenführung übernommen und die bis ins Ziel nicht wieder abgegeben. Zwar machte der Franzose Alexandre Giroud immer mächtig Druck, konnte mit zehn Podiumsplätzen und immerhin sechs Etappensiegen – so auch am letzten Tag – immer wieder ein paar Sekunden vom Vorsprung Andujars abknabbern, im Ziel hatte der Argentinier dann aber trotzdem noch fast acht Minuten Vorsprung auf den Franzosen. Gesamtrang drei holte sich der Slovake Juraj Varga, der wie die beiden Konkurenten vor ihm auf einer Yamaha Raptor 700 unterwegs war und ebenfalls an Zuverlässigkeit kaum zu toppen war und sieben Mal als Dritter, sowie zweimal als Tageszeiter ins Ziel kam. Einzige Nicht-Raptor im anfangs noch zehn Mann starkem Starterfeld war die CF-Moto vom Litauer Antanas Kanopkinas. Der ließ sich auch am letzten Renntag nicht aus der Ruhe bringen, wurde mit fast einer halben Stunde Rückstand auf Giroud noch Tagesvierter und kann sich über Gesamtrang fünf freuen.

Polaris feiert sein Sieger-Team auf RZR.

In der SSV-Klasse hatten Probleme die US-Amerikanerin Sara Price und ihren Co-Piloten gestern so ziemlich aller Chancen auf den Klassensieg genommen. Gestern war die Can-Am-Pilotin von Platz zwei auf Platz vier zurück gefallen. Dabei blieb es dann am Ende auch. Dafür hatte es auf den Plätzen eins und zwei kaum spannender sein können. Die Franzosen Xavier de Soultrait und Martin Bonnet waren mit nur knapp drei Minuten Vorsprung auf den Schweizer Jerome de Sadeleer und seinen französischen Beifahrer Michael Metge auf die Piste gegangen. Sadeleer/Metge waren zwischenzeitlich bis auf eineinhalb Minuten an den Franzosen dran, doch Polaris-Pilot de Soultrait rettete den Vorsprung ins Ziel und holte sich so seinen ersten Dakar-Sieg. Gesamtzweiter wurde Can-Am-Pilot de Sadeleer vor Saudi Arabiens Yasir Seaidan und dessen französischem Co-Pilot Adrian Metge (Can-Am Maverick).

Bester Pilot auf dem Motorrad wurde übrigens der US-Amerikaner Ricky Brabec (Monster Energy Honda), der in einer Gesamtzeit von 51 Stunden, 30 Minuten und acht Sekunden ins Ziel kam und damit rund zweieinhalb Stunden schneller unterwegs war als Prototypen-Pilotin Christina Guiterrez Herrero. Die Gesamtwertung der Autos gewannen Carlos Sainz und Lucas Cruz auf ihrem Audi RS Q E-Tron in nur 48 Stunden und 15 Minuten. Am schnellsten mit dem Truck waren die Tschechen Martin Macek, Frantisek Tomasek und David Svanda mit ihrem Iveco unterwegs. Die Classic-Klasse gewannen die Spanier Carlos Milla und Jan Rosa Vinas auf einem Toyota Land Cruiser.

dlw
Fotos: A.S.O. / RedBullContentPool / Polaris

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