Gut ausgewuchtet?

Geschrieben von am 23. März 2022 in Rund um's Rad, Test + Technik

Reifen – ein Thema für sich. Die Rundlinge entscheiden häufig mit über Fortkommen, Fahrspaß und vor allem Sicherheit. Wir haben wieder einen Satz für Euch montiert und getestet.

Die Tianjin Wanda Tyre Group Co., Ltd ist ein schnell wachsendes Unternehmen, das 1988 von Geng Yun Shun im Chinesischen Tianjin gegründet wurde. Der Schwerpunkt bei Wanda liegt in der Herstellung von Fahrrad-, Motorrad-und ATV-Reifen. Inzwischen hat sich die Marke zu einem der größten Reifen-Hersteller in China entwickelt, Wanda ATV-Reifen sind auf der ganzen Welt bekannt. Alle Reifen sind nach den neuesten ECE-Normen hergestellt und erfüllen die neueste, europäische Chemikalienverordnung REACH. Diese Verordnung der Europäischen Union wurde 2007 erlassen, um den Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt vor den Risiken, die durch Chemikalien entstehen können, zu verbessern. Sie umfasst auch Produkte des Alltags, wie z. B. in Reinigungsmittel, Farben und Erzeugnisse wie Kleidung, Möbel und Elektrogeräte. Und eben auch Reifen.

Daher gehen von den vom Importeur RSP vorgestellten Wanda „Storm“ keine Dämpfe aus, wie wir sie schon oft bei chinesischen Produkten wahrnahmen. Bisher konnten wir mit Wanda-Reifen auch durchweg positive Erfahrungen sammeln und weitergeben. So macht auch der neue Satz in den Größen 26×9-12 (vorne) und 26×11-12 (hinten) einen sehr guten, ersten Eindruck. Dazu tragen die schicken Felgen von HD in schwarz bei. Sieht gut aus auf unserem Suzuki King Quad. Laut Beschreibung soll die Profilanordnung ein sehr gutes Fahren auf hartem Gelände erlauben, was wir schon vorweg bestätigen können.

Unterwegs auf “Storm”

Im Gelände lässt sich das ATV leicht manövrieren und das Seitenprofil schützt die hübschen Felgen vor Beschädigungen, da die Radialbauweise etwas über dem Felgenrand übersteht. Im felsigen, steinigen Passagen eine beruhigende Eigenschaft, wenn das Fahrzeug in Kontakt mit gröberen Stücken kommt. Wie rum die Reifen montiert wurden, ist egal, denn die Laufrichtung ist nicht vorgegeben. Im weicheren Geläuf sind die “Storm” weniger griffig und es bedarf mehr Körpereinsatz um Kurs zu halten. Feldwege und harter Untergrund sind das Metier, womit sich die neuen Wandas vermeintlich für die Straße eignen.

Tun sie auch, da sie als recht verschleiß- und geräuscharm auffallen und auch damit punkten. On Road macht sich bei höherem Tempo jedoch eine deutliche Unwucht bemerkbar. Also: Auswuchten! Der Reifenhändler unseres Vertrauens klebte jeweils 230 Gramm in die Felgen, was das Problem nicht gänzlich behob. Also arbeiteten wir alternativ mit Couteract, jenen Perlen, die durch das Ventil eingebracht werden können und im normalen Betrieb, mittels Fliehkraft, Unwuchten ausgleichen können. 300 Gramm des Produktes in jedem Reifen waren nötig, um eine weitere Verbesserung, aber keine Abhilfe zu schaffen. Nun könnte man das Problem auf das ATV schieben, dessen Spur jedoch korrekt vermessen und justiert wurde. Die Kombination mit einer anderen Felge konnten wir noch nicht probieren.

Fazit

Die Wanda “Storm” eignen sich vor allem für Geländefahrer, wenngleich der Reifen gewisse Allround-Eigenschaften mitbringt. Zu empfehlen wäre unser Satz sicherlich auf Schottertouren in den Alpen beispielsweise oder auf wirklich hartem Boden. Gutes Auswuchten auf der Felge ist ratsam. Angesichts des geringen Verschleißes und dem angenehmen Preis, könnte man die Abstriche hinnehmen.

Text: Frank Heidger; Ralf Wilke
Fotos: Rainer Petzold

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