In den Wäldern der Döbritzer Heide

3.Lauf zur Deutschen DMV-Cross-Country-Meisterschaft für ATVs und Quads und 3. Lauf zur endurance-masters-Serie 2015. Ein Rückblick auf eine spannende Veranstaltung.

Spannend: die Action war atemberaubend.

Spannend: die Action war atemberaubend.

Der MSC Groß-Gliniecke hat einmal im Jahr die Quad- und ATV-Gemeinde zu Gast. endurance-masters steht im Frühjahr auf dem Veranstaltungsprogramm des rührigen Traditionsvereins, der in der alten Schießanlage in der Döberitzer-Heide eine feine Motorsportanlage betreibt. Geländefahren vom Feinsten, loben die Enduristen. In den langen engen Waldpassagen musst Du höllisch aufpassen, kritisieren die Speed-Fetischisten den 6 Kilometer langen Cross-Country-Track.

Iron-Man Quad (2 x 90 Minuten)
André Nowoisky ist der Mann bei den Iron-Männern, der in dieser Saison die Königs-Klasse uneingeschränkt dominiert. Der Dresdner Yamaha-Fahrer gewinnt auch in Groß-Glienicke die beiden Eineinhalb-Stunden-Läufe mit großem Vorsprung. Zweiter wird Rallye-Raid-Spezialist Torsten Altmann. „André ist derzeit kaum zu bezwingen”, lobt der KTM-Pilot die Leistung seines Konkurrenten. Nowoiskys Teamkollege Danny Jentsch bringt in Groß-Glienicke seine Can-Am DS 450 als Dritter ins Ziel.

Iron-Man Quad-Lite (90 Minuten)
Während die Iron-Männer zweimal eineinhalbe Stunden ins Rennen geschickt werden, sind die Kandidaten der Lite-Kategorie nur einmal 90 Minuten unterwegs. Wie es sich schon in Jänschwalde angedeutet hat, übernimmt nun die Jugend das Zepter.  Max Kubat, vor zwei Jahren noch bei den Youngstern unterwegs, gewinnt zum zweiten Mal in Folge die 1,5-Stunden-Kategorie und übernimmt so auch die Führung im Zwischenklassement. Sein härtester Gegner ist gerade Mal 1 Jahr älter: Der 16-jährige Marius Kernchen macht gewaltig Druck und holt sich auf seiner KTM Rang Zwei. Die Routiniers Steffen Loose, Ronald Hackebeil und auch Marco Fitze mussten neidlos anerkennen, dass es immer schwieriger wird, die Jugend in Schach zu halten.

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Iron-Man ATV  (2 x 90 Minuten)
Rosi ist back. Eigentlich wollte der Tagewerbener nicht mehr bei den Iron-Männern starten und ging schon beim letzten Lauf in Jänschwalde in der 1,5-Stunden-Klasse an den Start. Eigentlich wollte Rosenlöcher an diesem Wochenende in Polen Rallye fahren. Nachdem sein RZR bei der MT-Rally schon frühzeitig das Leben ausgehaucht hatte, entschied sich Rosenlöcher kurzfristig, doch noch in Groß-Gliniecke anzutreten und wieder in den Kampf um den Iron-Man-Titel einzugreifen. Hauptkonkurrent Jay Gröpl aus Österreich war in Groß-Glienicke nicht vom Glück verfolgt. Nach dem Polaris-Fahrer den Start gewonnen hatte, entwickelte sich ein sehenswerte Fight zwischen den Scrambler-Fahrern. Ein hitziger Quadfahrer beendete allerdings die Ambitionen des schnellen Österreichers mit einem heftigen Auffahr-Crash, bei dem Gröpls hinteres Federbein zerbrach und Jay ohne Stoßdämpfer das Rennen beendete. „Stoßdämpfer werden völlig überbewertet,” meinte die erstaunte Konkurrenz, die mit ansehen musste, wie sich Jay Gröpl auch im zweiten Heat mit waidwundem Scrambler als Zweiter abwinken lies. Den überlegenen Sieg holte sich aber Andreas Rosenlöcher,  der nun auch in der Meisterschaft wieder näher an Gröpl aufgeschlossen hat. Michael Grimm brachte die Renegade dieses Mal unbeschadet über den tief verspurten Wald-Parcours und wird Dritter.

Iron-Man ATV-Lite (90 Minuten)
Drittes Rennen dritter Sieger: Uldis Freimanis aus Münster hatte es eigentlich nach seinem Crash am Vor-Wochenende vor, die Sache etwas ruhiger angehen zu lassen. Doch wer Uldis kennt, weiß, das die Vorsätze nur solange halten, bis der Zweizylinder-Motor seine Arbeit aufnimmt. Freimanis gewinnt in Groß-Glienicke vor dem in der Meisterschaft führenden Alex Sorge aus Thüringen. Den dritten Platz holt sich der Tscheche Jakub Sima vor Michael Thomas auf der großen Outlander.

Team (2 x 90 Minuten)
Thomas Rust und Alexander Vogt bilden das Team, das auch in dieser Saison wieder die Klasse beherrscht. Die beiden RMX-Fahrer führen nach den Lauf-Siegen in Groß-Glienicke überlegen in der Zwischen-Wertung. Uwe Jähnchen und Jeff During halten noch Platz zwei in der Wertung. Die beiden Spreewälder mussten allerdings dieses Mal mit ansehen, wie sich Rico Rätsch und Steffen Schmidt Platz zwei holten. Gerade mal vier Punkte trennen die Konkurrenten in der Tabelle.

Youngster (2 x 30 Minuten)
Max Loose ist der Junge, den es in der großen Youngster-Klasse in dieser Saison zu schlagen gilt. Der Weißenfelser Yamaha-Fahrer dominiert 2015 auf der Yamaha YFM 250 die Kategorie. In Groß-Glienicke erhält Loose unerwartet harte Konkurrenz: Filip Koutecky aus Tschechien. Filip ist der einzige, der Loose in beiden Läufen unter Druck setzen kann. Platz zwei in der Zwischenwertung hält Philipp Beck vor Lucas Eichmann.

Bei den kleinen Youngstern ist es Kilian Enax, der die Klasse beherrscht und in Groß-Glienicke zweimal siegt. Kenzo Lange ist zwar in der Meisterschaft derzeit Zweiter muss aber mit ansehen, wie ihn seine Kumpels immer mehr unter Druck setzen. Luc–Aaron Braasch kommt auf der EATV immer besser in Schwung. Der Niedersachse wird im zweiten Heat Zweiter. „Ich freue mich auf meinen Home-Run in Steinitz” strahlt der Niedersachse.

Kids (1 x 20 Minuten)
Zweitakter oder Viertakter, um Chancengleichheit zu schaffen, gibt es bei den endurance-masters-Kids zwei Klassen. Die 90er Apex-Zweitakter sind leistungsmäßig den kleinen Viertaktern überlegen und werden so extra gewertet. Neo Meier hat in dieser Saison alle 3 Rennen gewonnen und führt überlegen bei den Zweitakt-Kids. Er ist der einzige, der bislang von einer Grippe-Attacke verschont blieb.
Bei den Viertaktern gewinnt in Groß-Glienicke Lennox Quellmalz. In der Meisterschaft liegt allerdings  weiterhin Niklas Hoppe vorn, der als Zweiter über die Ziellinie kommt.

Die Serie hat Ruh, 12-Stunden Festival
Endurance-master pausiert mit der Rennserie nun bis zum 13. Juni. Dann fällt im sächsischen Kemmlitz der Startschuss zum 4. Lauf der 2015er Saison.
Am Pfingstwochenende gibt’s bei endurance-masters ein Spezial:
Beim legendären 12h-Festival in Olszyna (http://12h.endurance-masters.com) soll es nach langer Pause wieder über die lange Distanz gehen. 12 Stunden Cross-Country vom Feinsten werden die Protagonisten an ihre Grenzen bringen.  X

Alle Ergebnisse und Tabellenstände auf http://endurance-masters.com

Bilder, Text: Veranstalter

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