Den Dakar-Sieg im Visier

Geschrieben von am 20. Dezember 2017 in Allgemein

Die Rallye Dakar gilt als einer der härtesten Marathon-Raids der Welt. Polaris peilt bei der 40. Auflage der legendären Offroad-Rallye vom 6. bis 20. Januar 2018 den zweiten Side-by-Side-Sieg in Folge an.

Polaris entschied die vorherige Dakar für sich.

Zu Beginn dieses Jahres schrieb Polaris Dakar-Geschichte: Als erste Marke gewann der Side-by-Side-Spezialist die 2017 neu geschaffene SSV-Klasse. Der Brasilianer Leandro Torres und sein Beifahrer Lourival Roldan triumphierten bei der 8.000-Kilometer-Tortur in ihrem Polaris RZR mit mehr als vier Stunden Vorsprung. Im Januar 2018 will Polaris diesen Erfolg wiederholen. Fünf Fahrer- und Beifahrer-Crews aus fünf Nationen starten bei der Jubiläumsausgabe der Dakar für das in Frankreich beheimatete Werksteam Xtreme Plus. Darum bringt man in Südamerika fünf Polaris RZR XP 1000 und RZR XP Turbo an den Start, die Jagd auf den Titel in der Kategorie SSV machen. Die fünf akribisch vorbereiteten Side-By-Side befinden sich bereits auf dem Seeweg von Le Havre nach Peru, dem ersten Gastland der 40. Rallye Dakar.

Die bekannteste Raid-Rallye der Welt beginnt am 6. Januar in der peruanischen Hauptstadt Lima. Anschließend geht es am Titicacasee vorbei nach Bolivien und schließlich in die argentinischen Anden. Die sieben Etappen enthalten allein 4.000 gezeitete Prüfungskilometer. Am Samstag, den 20. Januar, erreichen die Crews das Ziel im argentinischen Córdoba, wo sich die Finisher den National-Cocktail „Fernando“ gönnen dürfen.

Marco Piana: „Wir wollen gewinnen!“

„Anfang 2017 sind wir mit einem starken Aufgebot zur Dakar gereist und haben gewonnen – und genau das wollen wir wiederholen“, sagt Marco Piana, Chef der Polaris Werksmannschaft Xtreme Plus. „Im Team sind Fahrer und Beifahrer aus Peru, Brasilien, Spanien und der Schweiz. Wir haben uns lange und gründlich auf diese Veranstaltung im kommenden Jahr vorbereitet. Angesichts der Performance und Zuverlässigkeit unserer Polaris RZR lautet unser Ziel ganz klar Titelverteidigung.“

Anibal Aliaga und Juan Pedro Cilloniz (beide Peru) – #388

Als Lokalmatadore starten die Peruaner Anibal Aliaga und Juan Pedro Cilloniz für Polaris. Die Dakar-Debütanten fuhren zur Vorbereitung sechs Läufe der peruanischen Cross Country-Meisterschaft, in der Aliaga 2015 Vizemeister wurde. Als neunmaliger peruanischer Jet-Ski-Champion, zweifacher Südamerika-Meister und Weltmeister im Jet Raid 2016 besitzt Aliaga vielfältige Motorsporterfahrung. „Mit so viel Qualität im Team und dem tollen Support durch Polaris und Xtreme Plus möchte ich bei der Dakar nicht bloß ins Ziel kommen. Ich bin überzeugt, dass wir um die Podestplätze und sogar den Sieg mitkämpfen können. Ich trainiere sehr viel für diese Aufgabe.“

Claude Fournier und Hervé Lavergne (Frankreich) – #387

Der Franzose Claude Fournier – jetzt mit seinem Landsmann Hervé Lavergne als Copilot – fuhr bereits 1991 die Dakar in einem Toyota. 2017 startete er bei allen wichtigen Läufen des Rallye Raid-Weltcups und holte einen Podestplatz in der T3-Kategorie der FIA Cross Country-Weltmeisterschaft. Sein Beifahrer Hervé bringt als fünfmaliger Dakar-Teilnehmer, zweifacher Finisher des Africa Race und häufiger Starter im FIA Cross Country-Cup viel Offroad-Erfahrung mit. „Ich freue mich sehr, dass wir nach der erfolgreichen Saison 2017 mit der Dakar belohnt werden“, sagt Fournier. „1991 kam ich bis ins Ziel nach Dakar im Senegal – ich werde alles geben, dieses Jahr Córdoba zu erreichen. Hervé ist für mich mehr als ein Beifahrer. Wir haben gemeinsam ein fantastisches Jahr erlebt und ich weiß, dass ich mich stets auf ihn verlassen kann – auch in schwierigen Situationen.“

Unterwegs nach Südamerika: Von Le Havre geht es über den großen Teich.

Patrice Garrouste (Frankreich) und Steven Grenier (Schweiz) – #361

Der Franzose Patrice Garrouste startet das Abenteuer Dakar gemeinsam mit seinem Schweizer Copiloten Steven Grenier im Polaris RZR XP Turbo mit der Startnummer 361. Patrice ist ein erfahrener Rundstreckenfahrer und hat im Laufe seiner Karriere zahlreiche Podiumsplatzierungen erobert. Seine heimliche Liebe galt schon lange dem Cross Country-Sport. In den vergangenen Jahren ging Garrouste für das Team Xtreme Plus bei zahlreichen FIA Cross Country-Veranstaltungen an den Start. Bei der 2016er Ausgabe der Rallye Dakar pilotierte er einen DAF Truck und kam auf dem 22. Gesamtplatz ins Ziel. Steven Grenier trug maßgeblich zu vielen der größten Erfolge der Xtreme Plus-Mannschaft bei. Der 35-jährige Ingenieur baute den ersten XP900XT+20, mit der Willy Alcaraz 2012 seine Klasse bei der Dakar gewann. Darüber hinaus entwickelte er den XP1000XT+30 – dieses Fahrzeug eroberte bei sämtlichen Rennen, bei denen es an den Start ging, Podiumsplatzierungen. Gemeinsam mit Marco Piana, dem Team-Manager von Xtreme Plus, hat Steven die Rallye Dakar bereits fünf Mal im rasenden Service-Truck bestritten – einem mobilen Werkstattwagen, der das Teilnehmerfeld begleitet.
„Ich freue mich sehr darauf, bei der Rallye Dakar mit dem neuen Polaris RZR XP Turbo und mit meinem Beifahrer Steven an den Start zu gehen. Das Fahren in den Dünen zählt zu meinen Stärken“, erklärt Patrice Garrouste. „Für mich ist diese Dakar eine Premiere und eine große Herausforderung: Zum ersten Mal nehme ich als Beifahrer in einem schnellen Rennfahrzeug unmittelbar am Wettbewerb teil – bislang sammelte ich vor allem Erfahrungen als Teil der Service-Crew“, betont Steven Grenier. „Ich habe den RZR XP Turbo mitentwickelt, daher kenne ich unser Wettbewerbsfahrzeug sehr genau. Wir geben unser Bestes und wollen Spaß haben.“

Unterschiedlichste Landschaften mit verschiedenen Herausforderungen erwarten die Fahrer und Teams.

José Luis Peña und Rafael Tornabell (beide Spanien) – #396

José Luis Peña startete seine Motorsportkarriere vor einigen Jahren mit einem Polaris bei Cross Country Rallyes in seiner Heimat Spanien. 2017 eroberte er in seiner Klasse den zweiten Platz in der spanischen Meisterschaft. Darüber hinaus fuhr er bei seiner ersten großen Marathon-Rallye – der Morocco OiLibya Rally – auf Anhieb auf Platz zwei in der T3-Kategorie. 2018 geht Peña zum ersten Mal bei der Rallye Dakar an den Start. Sein persönliches Ziel: Er will das große Abenteuer als Finisher beenden.
Mit Rafael Tornabell hat er dabei einen äußerst erfahrenen Beifahrer an seiner Seite. Die Liste seiner Erfolge scheint schier unendlich. Bei der 2018er Ausgabe der Dakar feiert Tornabell ein besonderes Jubiläum: Der Spanier geht bereits zum 20. Mal bei dem Wüsten-Event an den Start.
„Für mich wird mit der Teilnahme an der Dakar ein Traum wahr. Seit meinem ersten Rennen in der Spanischen Meisterschaft war es immer mein Ziel, die nötige Erfahrung zu sammeln, um eines Tages die Rallye Dakar bestreiten zu können. Und nun ist es so weit“, erläutert José Luis Peña. „Ich habe Marco Piana im Mai dieses Jahres kennengelernt. Als ich gesehen habe, welch tollen Job er mit seiner Xtreme Plus-Mannschaft macht, wusste ich, dass ich mir mit diesem Team meinen Traum erfüllen kann. Mein Beifahrer Rafa ist mit seiner Erfahrung und seinem Know-how für mich ein weiterer entscheidender Erfolgsfaktor.“
Copilot Rafael Tornabell fiebert der Rallye Dakar 2018 ebenfalls entgegen: „Für mich ist es bereits der 20. Start bei der Dakar – und dennoch fühlt es sich jedes Mal an wie beim ersten Mal. Ich liebe meinen Job und ich liebe den Rallye Raid-Sport, das ist mein Leben. Umso mehr freue ich mich darauf, dass ich einen so sympathischen Teamkollegen wie José Luis dabei unterstützen kann, seinen Traum zu verwirklichen und das Ziel in Córdoba zu erreichen. Ich fahre bereits seit vier Jahren für Xtreme Plus und ich weiß, dass die Mannschaft alles dafür geben wird, damit der Traum von der Zielankunft bei der Dakar Wirklichkeit wird.“

Mit Volldampf Richtung Titel.

José Jorge De Barros Sawaya und Marcelo Duarte Haseyama (beide Brasilien) – #378

Die beiden Südamerikaner sind ein eingespieltes Team und kennen sich gut. Gemeinsam fuhren sie bereits einige Top-Platzierungen ein. José Jorge De Barros Sawaya ist in der Szene unter seinem Spitznamen „Zeca“ bekannt. Sein Rallye-Debüt gab er bei der Rally dos Sertões, wo er in der Motorradklasse an den Start ging. 2017 eroberte er den vierten Platz in der UTV-Kategorie. Mit Leandro Torres, der 2017 die SSV-Klasse bei der Dakar gewann, verbindet ihn eine enge Freundschaft. Torres war es auch, der „Zeca“ den Tipp gab, die Dakar 2018 mit der Mannschaft von Xtreme Plus zu bestreiten. „Er sagte mir: Wenn du die Dakar fahren willst, dann ist das die ideale Gelegenheit“, erinnert sich José Jorge De Barros Sawaya. „Wir werden Vollgas geben und versuchen, die legendäre Siegertrophäe nach Brasilien zu holen.“

Polaris will 2018 erneut die SXS-Klasse gewinnen

Krasses Aufgebot: Das Polaris Werksteam Xtreme Plus.

Zusätzlich zu den fünf Rennmaschinen schickt das Polaris Werksteam Xtreme Plus eine Flotte von Service-Fahrzeugen in das rund 8.000 Kilometer lange Dakar-Abenteuer. Team-Manager Marco Piana und Polaris Mechaniker David Giovanetti begleiten den Rallye-Tross mit einem Toyota T2. Beide sind im Fall der Fälle als schnelle Eingreiftruppe zur Stelle. Darüber hinaus umfasst die Mannschaft drei 6×6-Trucks, die mehr als 30 Tonnen an Material durch die Wüste chauffieren. Auf den Verbindungsetappen stehen zudem drei weitere schnelle Service-Fahrzeuge bereit, die die Teams bei etwaigen Reparaturen unterstützen.

Text: Polaris
Fotos: Polaris; A.S.O. Dakar

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