Countdown für das Homberger Quadrennen

Am kommenden  Wochenende werden auf der Speedwaybahn in Homberg (Ohm) der 3. und 4. Wertungslauf zur diesjährigen DMV- Shorttrack-Quad-Rennserie gestartet.

Am kommenden Wochenende auf in Oval von Ohmtal.

Am kommenden Wochenende auf ins Oval von Homberg.

Die Veranstaltung, die sich in den letzten Jahren als eine der Besten in der Serie etabliert hat, soll auch in diesem Jahr ihr hohes Niveau halten. Erstmals in der Vereinsgeschichte findet am 6. und 7. Juni eine Doppelveranstaltung statt – das heißt zwei komplette Rennveranstaltungen an nur einem Wochenende. Mit dem internationalen Quadrennen und dem Speedkart-Cup werden die Besucher wieder ein tolles Motorsport-Wochenende im Speedway-Stadion „Ohmtal“ erleben können.

Die vergangenen Wochenenden haben die Helfer des MSC Ohmtals mit viel Arbeitseifer und „schwerem Gerät“ auf dem Gelände der Speedwaybahn verbracht, um die Bahn wieder in Ihren optimalen Zustand zu versetzen. Zuvor hatte die Firma Sartorius-Transporte wieder 30 t Bahnbelag von der MHI in Nieder-Ofleiden nach Homberg auf die Speedwaybahn gefahren. Die Kosten für den Splittsand wurden freundlicherweise von der Stadt Homberg übernommen und die Transportkosten hat Horst Sartorius dem Verein gespendet. Am vergangen Wochenende kamen dann Radlader (von Sartorius-Transporte), LKW (von Team-Construction) und Schlepper von Sebastian Pfeil, Ober-Ofleiden zum Einsatz. Der Belag wurde geschoben, gerade gezogen, gewässert und verschliffen, damit die Kart- und Quadfahrer zum Homberger Rennen wieder optimale Verhältnisse vorfinden.

Sieben Klassen am Start.

Sieben Klassen am Start.

 

Insgesamt sind bei den Quads sieben verschiedene Klassen ausgeschrieben

Die Klassen 1 und 2 mit straßenzulassungsfähigen Quad’s für Jedermann, die Klasse 3 für Quads bis 450ccm ohne Straßenzulassung, die Klasse 4 für Sport-Quads, die Klasse 5 für Schüler bis 10 Jahre und die Klassen 6a/b JUGENDLICHE (6a Neueinsteiger) und  (6b mind. 1 Jahr Renn-Praxis) für Jugendliche ab 10 Jahre. Interessierte Quadfahrer können sich im Detail auf den Internetseiten des MSC Ohmtal unter www.msc-ohmtal.de oder der Seite des Serienveranstalters unter www.shorttrack-online.de informieren.

Der MSC Ohmtal ist in den Klassen 1 (Quads bis 300 ccm Viertakt Automatik –zulassungsfähig, Klasse 5 (Schülerklasse – ATV/Quads bis 100 ccm Zweitakt/125 ccm Viertak),  6a (Rookie-Jugendklasse  ATV/Quads bis 125 ccm Zweitakt/250 ccm Viertakt) und 6b (Jugendliche mit mehr als 1 Jahr Fahrpraxis) vertreten. Bei den Klassen 5 und 6a gibt es – aus Sicherheitsgründen –  eine Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit, die während des Rennens auch mittels GPS-Geräten kontrolliert wird. Leider kann der Quad-Sport Veteran Peter Schmalz in diesem Jahr aus gesundheitlichen Gründen nicht starten, hat aber geplant im nächsten Jahr wieder anzutreten.

D.-Hornemann-u.-H

Viele Quads sind ohne Probleme einsatzfähig.

Angeführt wird die Mannschaft des MSC OHMTAL vom Teamchef des HB-Quad-Racing-Teams und amtierenden Quad-Challenge-Champion, sowie ADAC-Hessen-Thüringen Meister Heinz Brandt. Er geht in der Klasse 1 mit seiner KYMCO Maxxer 300 „HB-Spezial“, im Rahmen der DMV-Quadchallenge auch die „Homberger Klasse“ genannt, an den Start. Außerdem starten in der Klasse 1 Bernd Schomber aus Homberg, der Vizemeister der Quad-Challenge 2014, Daniel Hornemann aus Kirchhain, der Meisterschafts-Dritte von 2014, Udo Scholz steigt nach Umzugs- und Krankheits-Pause wieder ein und Corina „Cori“ Schomber, die einzige Homberger Amazone, tritt in diesem Jahr wieder bei fast allen Rennen der DMV-Quad-Challenge auf der MSC-eigenen KYMCO 300 an und will den Männern das Leben schwer machen. Und last but not least startet dieses Jahr zum ersten mal der Aufsteiger des Homberger Jugendteams  – Milan Dreier – auf einer vom Teamchef flott gemachten „KYMCO KXR HB-Spezial“  in der Klasse 1. Bisher hat er sich gut etabliert und liegt punktgleich mit Cori Schomber auf Platz 4 der Gesamtwertung. Eigentlich wollte der frühere Homberger Bahnsportler Micky Domes ab diesem Jahr die Quad-Szene aufmischen. In Diedenbergen absolvierte er seinen ersten Rennlauf, wo er auch unter Beweis stellte, dass er mit etwas mehr Fahrpraxis vorne mitfahren kann – aber leider muss auch er eine kleine „Zwangspause“ einlegen und kann daher beim Heimrennen in Homberg nicht starten. Die Klasse 1 ist in diesem Jahr sehr stark besetzt. Zwei Rookies sind hinzugekommen: Axel Garthe, ebenfalls auf einer KYMCO Maxxer, und Stefan Salm auf einer Triton 300. Axel Garthe konnte schon in Diedenbergen und Marienbad unter Beweis stellen, dass er gut mithalten kann und Stefan Salm wird erstmals in Homberg in der Klasse 1 starten. Sabrina Findling vom MSC Nidda – die zweite Amazone im Bunde – konnte wegen einer Fußverletzung in diesem Jahr noch nicht an den Start gehen, in Homberg gibt sie nun ihr Debüt für 2015.

In den Klassen 2 – 4 ist leider wegen dem vorläufigen Rückzug von Peter Schmalz kein Fahrer vom MSC OHMTAL dabei. In der Klasse 3 und 4 starten die Fahrer vom benachbarten MSC Angenrod: Stephan Bischoff und Matze Hahnke.
In der Klasse 5 will der amtierende Quad-Challenge Champion Marlon Dreier vom MSC Ohmtal seinen Titel unbedingt verteidigen. Nach seinem Sieg in Diedenbergen reichte es im Tschechischen Marienbad aber nur für Platz 3. In der Gesamtwertung liegt er nun punktgleich mit Chantal Meyer auf Platz 1 – hat aber schon gemerkt, dass eine Titelverteidigung schwerer ist als der erste Gewinn der Meisterschaft. Niko Bauer vom MSC OHMTAL, Champion 2014 in der Klasse 6a,  fährt in diesem Jahr in der nächst höheren Klasse 6b. Mit einer schnellen E-ATV ausgestattet muss er sich zuerst noch an das neue Gefährt gewöhnen, konnte aber in Diedenbergen bereits einen 3. Platz und in Marienbad einen 2. Platz für sich verbuchen. Auf jeden Fall freuen sich die Homberger Clubfahrer auf das „Doppel-Wochenende“ auf der Heimbahn und wollen sich vor den heimischen Fans profilieren und möglichst viele Pokale und Punkte einheimsen.

Volles Programm

Die Vorbereitungen für das Motorsportwochenende auf der Homberger Speedwaybahn laufen auf Hochtouren. Es sind noch einige Instandhaltungs-Arbeiten an der Bahn zu bewältigen und der gesamte organisatorischen Ablauf muss vorbereitet werden. Da ist der Vorstand des MSC Ohmtal dankbar für jeden fleißigen Helfer, der sich freiwillig zum Arbeiten meldet. Neben Quad-Rennsport vom Feinsten ist auch das Rahmenprogramm in diesem Jahr wieder vielversprechend: Die Speedkarts sind wieder mit von der Partie und heizen mit Ihren über 90 PS starken Karts über die 400m lange Speedwaybahn. Leider fallen die Starts der  beliebten „Flattrack“-Motorräder erneut aus, da sich der Organisator Jan-Willem Jansen aus den Niederlanden beim Rennen in Marienbad schwer verletzt hat. Die Verantwortlichen des MSC OHMTAL hatten bereits eine Ausnahmegenehmigung für ein Show-Programm der Flattracks erwirkt und nun hat der „Verletzungsteufel“ wieder zugeschlagen – c’est la vie! Nun ist der Vorstand bemüht noch eine andere Attraktion für das Rahmenprogramm zu verpflichten. Für eine gute Organisation ist die Veranstaltung in Homberg ja schon bekannt und auch zivile Preise laden die Besucher zum Rennen ein. Die Tageskarte für Erwachsene kostet 7,– €  incl. Programmheft und die Kombi-Karte für beide Tage kostet 12,– € incl. Programmheft, Kinder bis einschl. 12 Jahre haben freien Eintritt. An beiden Tagen beginnt das Programm bereits um 10.00 Uhr und am Samstagabend findet im Zelt an der Speedwaybahn ab 19.00 Uhr die Siegerehrung und anschließend die „Drift-Party“ für alle Fans, Freunde und die Fahrer statt. Der MSC OHMTAL freut sich auf Ihren Besuch.

Jung und alt am Start.

Jung und alt am Start.

Zum Abschluss dieses Vorberichts möchte der MSC Ohmtal noch auf eine besondere Patenschaft hinweisen: Die Quadfahrer der DMV-Quadchallenge lieben den Motorsport. Aber Sie sind sich auch Ihrer sozialen Verantwortung bewusst und engagieren sich deshalb auf ganz besondere Weise – sie unterstützen krebskranke Kinder. Die iSOTEC DMV-Quadchallenge hat in diesem Jahr eine Patenschaft für den Elternverein für Leukämie- und krebskranke Kinder Giessen e.V. übernommen. Der seit 1982 bestehende Verein unterstützt und finanziert die Kinderkrebsstation im nahe gelegenen Gießen, trägt zu Stellen im psychosozialen Bereich bei, bietet Familien in finanziellen Nöten direkte Hilfe, betreut verwaiste Eltern und unterstützt Forschungsvorhaben. Bei jedem Rennen können die Fahrer den Elternverein mit einer Spende unterstützen. Der Verein gibt zusätzlich eine Spende ab, und auch Sie als Zuschauer können helfen: Bei jedem Rennen gehen die Rennfahrer-Kids mit einem Helm durch die Zuschauer und erbitten Spenden. Mit vereinten Kräften hoffen wir zu Saisonende eine möglichst große Summe, die den Kinderkrebshilfe-Verein in seinen Projekten unterstützt, zusammen zu bekommen.

Text und Fotos: MSC OHMTAL e.V. im ADAC

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