Gröpl Racing live

Gröpl Racing bei der GCC

One Week Two Races Bühlertann & St. Agatha…    

Aber zuerst wollten wir uns als Entspannung noch die Intermot in Köln ansehen, um ein paar gute Kontakte einzufädeln. Die Messe in Köln waren die 780 km Anreise auf jeden Fall wert, vor allem konnte ich einige Ideen für die Saison 2015 finden. Aber jetzt zum unvergessenen Rennwochenende.

Kaum waren wir um 20:00 in Bühlertann angekommen hörten wir von den komischen Gepflogenheiten die technische Abnahme einfach nicht stattfinden zu lassen obwohl es für sicher 50% des Starterfeldes der Grund ist schon früher anzureisen um in der Früh ausschlafen zu können. Aber wo bekommt man die Möglichkeit auf einem OKTOBERFEST auch Quadfahren zu dürfen?

Da wir nicht aufs Oktoberfest wollten, machten wir uns einen netten Abend mit den Röhrl´s (Danke für´s Essen Mama) und Böhnke Christian der es schwer hatte uns Österreicher zu verstehen, obwohl lachen international ist . Nach reichlich Witzen und Lebensweisheiten mussten wir ins Bett, da am Samstag in der Früh auch noch die Streckenbesichtigung anstand. Der Wecker läutete zuverlässig um 05:30 jedoch war es noch stock finster, nächster Versuch 06:00 noch immer Nacht. So ging ich bewaffnet mit der Taschenlampe auf die Strecke um sie zu besichtigen. Auf den ersten Metern hatte ich sofort 5cm Dreck auf den Füßen, somit war klar der Reifenpoker war gefragt.

08:00 ab zur Startaufstellung und noch die letzte Aufwärmübungen bis ich feststellte, dass ich rechts hinten anscheinend ein gebrochenes Radlager übersah, kurz brach einen kleine Unsicherheit aus was ich tun soll da 3-4 cm Spiel am Rad nicht gut sind. Neue Strategie war extrem materialschonend zu fahren und durchkommen was aber keine wusste vom Team. Beim Start war ich trotz dem rutschigen Boden Zweiter und nach der Hälfte der ersten Runde konnte ich schon als Erster die Sportquads überholen und mir meinen Weg suchen. Bis plötzlich die Horrorvorstellung von einen Crash vor mir wahr wurde und dabei hab ich noch die falsche Linie gewählt. So fuhr ich als erster in die Stelle ein und kam erst wieder als sechster raus, also hieß es kämpfen und hart am Gas drehen, da Dirk Peter und Daniel Fischer ein gutes Tempo fuhren.

Jedoch in der zweiten Runde lockerte sich der Sitz und ich schaffte es nicht in zu Fixieren, so fuhr ich fast 80 min. stehend und mit den Knien den Sitz haltend was sehr viel Kraft und Energie kostete bis mir 5 Runden vor Schluss die Kraft ausging und ich die Sitzbank los ließ. Der Rahmen ist keine gute Sitzfläche und so folterte ich mein Sitzfleisch aufs Härteste. Ich kämpfte wie verrückt um den Anschluss zu finden, aber irgendwie schaffte ich es nicht ranzufahren. Ich verstand die Welt nicht mehr was los war (erst zuhause sah ich, dass mein Auspuff sich verlegt hatte). So fuhr ich unter vollem Kraftaufwand das Rennen zu Ende und wurde leider nur Dritter aber verdient. Was wir in den Moment noch nicht wussten, dass wir es auch noch schafften trotz 3 Ausfällen dritter in der Gesamtwertung zu werden!

Nach dem Rennen musste ich mir viel Kritik anhören da keine merkte, mit welchen Problemen ich kämpfte. Erst anhand Fotos sah man, dass ich mir auch noch eine Felge zerstörte und mit einem Platten unterwegs war zusätzlich zu den anderen Problemen.

Aber Bühlertann wurde abgehakt und somit fuhren wir Richtung Österreich um zu entscheiden was wir machen mit der leicht in Mitleidschaft gezogenen Iris. So entschieden wir nicht direkt zu Strecke nach St. Agatha zu fahren, sonder zuerst nach Hause um einen Überblick über die Schäden zu bekommen. Wir setzen uns eine Dateline für Reparaturen, ggg 21:00 fertig und verladen für St. Agatha ÖMSV Österreichische Quadmeisterschaft. Dann kam als nächster mein Körper dran mit Schmieren, Schmieren und nochmals Schmieren, da Bühlertann seine Spuren mit blauen Flecken und Überanstrengung der Muskulatur sich bemerkbar machte.

Sonntag 05:30 Tagwache, Frühstück und ab nach St. Agahta. Nach der technischen Abnahme dachte ich ehrlich gesagt nicht daran heute Spaß zu haben auf der Strecke, da mein Körper es mir nicht leicht machte. Gehen und sitzen war nur unter Schmerzen möglich. Das Reglement sagt das ich zumindest 3 Trainingsrunden fahren muss somit quälte ich mich an der Start und das kam das was man als Sucht oder keine Ahnung sehen kann. Ab dem ersten Millimeter auf Iris war nichts mehr von Schmerzen oder Irritierung zu sehen. Der Teamchef freute sich sehr das der alte Jay wieder da war und eine Runde nach der anderen herunter Spulte. Anhand der Rundenzeiten war wieder ein toller Zweikampf zwischen Burgstaller und mir zu erahnen.

Spannende Zweikämpfe mit Burgstaller Klaus zeichneten den Vorlauf, ein angesetztes Überholmanöver musste ich abbrechen um einen Crash zu vermeiden. Kerscher hatte an seiner Suzuki leider ein technisches Problem und konnte nicht mehr teilnehmen.

Burgstaller entschied den ersten Vorlauf für sich jedoch sagte ich für den nächsten Lauf an, dass ich diesmal rein stechen würde um mir den dritten Platz zu erkämpfen. Im Semifinale setze ich meine Ansage um und setzte mich an selber Stelle durch und verteidigte meine dritte Position hinter Elmecker Jürgen und Matzinger Karl- Heinz der das gesamte Wochenende dominierte.

Im Finale startete ich aus der ersten Reihe neben Elmecker und Matzinger. Nach der ersten Kurve konnte ich mich als Dritter einordnen und heftete mich für die ersten 3 Runden dicht an Elmeckers Fersen, jedoch musste ich ihn leicht ziehen lassen da meine Kraft nach dem anstrengenden Wochenende nicht mehr vorhanden war und so fuhr ich einen hart umkämpften dritten Platz im Finale ins Ziel.

Das war der erste Stockerlplatz in Österreich für ein ATV in der Klasse 450 + die natürlich von Sportquads dominiert wird.

So hatte für mich das Wochenende doch noch einen positiven Abschluss auch wenn das Wochenende mit viel Schmerzen in Erinnerung bleiben wird.

Saison 2015 steht ab sofort in Vorbereitung!!

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