Quad-DM Prisannewitz

Schreiber ohne Gegner

Unter äußerst widrigen Bedingungen konnte Stefan Schreiber beim vierten Rennen zur Deutschen Meisterschaft seinen Vorsprung ausbauen. Wie schon am Vorwochenende war der stark fahrende Manfred Zienecker vom Pech verfolgt.

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Derzeit haben Quad-Fahrer, Veranstalter und Fans die Wettergötter nicht auf ihrer Seite. Nach dem Schlamm-Desaster in Wächtersbach erwartete die Akteure im mecklenburgischen Prisannewitz neuerlich viel Regen und schwerer Dreck. Dabei hatte der Veranstalter hatte im Vorfeld alles unternommen, um die Strecke optimal zu präparieren. Unter den widrigen Bedingungen war Überholen allerdings kaum möglich, weil durch die Rennläufe nur eine Spur halbwegs griffig gehalten werden konnte. Wer diese verließ, geriet fast unweigerlich ins Rutschen oder blieb stecken. So hatten die meisten Fahrer mehr mit ihren Quads als mit den Gegnern zu kämpfen.

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Stefan Schreiber scherten die Bedingungen allerdings wenig. Der Titelverteidiger übernahm in beiden Läufen bald die Führung und fuhr uneinholbar davon. Sein Hauptgegner Joe Maessen startete schwach und hatte so nie eine Chance, auch nur in Reichweite des schnellen Schwaben zu gelangen. Angesichts der streckenbedingungen muss man es fast schon als glückliche Fügung bezeichnen, dass nur 22 Fahrer den Weg nach Prisannewitz gefunden hatten, denn so hielt sich das Getümmel in Grenzen. Die dänischen Quad-Spezialisten fehlten, weil zeitgleich ein Meisterschaftslauf in ihrer Heimat stattfand.

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Stark fuhr Manfred Zienecker im ersten Lauf. Der 16jährige gewann den Start vor Schreiber und konnte dann mit besonnener Fahrweise den zweiten Platz ins Ziel bringen. Im Vorstart zum zweiten Lauf verabschiedete sich die Zylinderkopfdichtung seines Motors und der Klosterlechfelder musste unverrichteter Dinge zurück ins Fahrerlager. Auch andere Fahrer nahmen am zweiten Rennen nicht mehr teil. Pascal Cappuccio hatte zuvor mit gebrochener Hinterachse aufgeben müssen. David Hohmann war schon das Training mit einem Motorschaden gestrandet, im ersten Lauf rettete er sich mit reparaturbedürftigem Auspuff und zwei Runden Rückstand an der Zielflagge vorbei. Die anderthalb Stunden Pause zwischen den beiden Wertungsläufen reichten auch Bastian Kurz nicht, sein stark verdrecktes Quad wieder flott zu machen. Dieses Kunststück gelang dagegen dem im ersten Durchgang ausgefallenen Zdeněk Poláček, Lohn war Rang fünf für den Tschechen. Maximilian Flemming musste hier bereits bald nach dem Start aufgeben.

Text: Axel Koenigsbeck

Fotos: Archiv Koenigsbeck

Resultate:

1. Lauf: 1. Stefan Schreiber (D), KTM. 2. Manfred Zienecker (D), KTM. 3. Joe Maessen (NL), Suzuki. 4. Julian Haas (D), Yamaha. 5. Ingo ten Vregelaar (NL), Yamaha. 6. David Freidinger (A), Suzuki. 7. Sina Willmann (D), Yamaha. 8. Lukáš Studený (CZ), Honda. 9. Peter Steegmans (B), Yamaha. 10. Jaroslav Faktor (CZ), KTM. 11. Tom Kasten (D), Kawasaki. 12. Jan Hoormann (D), E-ATV. 13. Denise Willmann (D), Yamaha. 14. Maximilian Flemming (D), E-ATV. 15. David Hohmann (D), Suzuki.

2. Lauf: 1. Schreiber. 2. Maessen. 3. Ten Vregelaar. 4. Haas. 5. Zdeněk Poláček CZ), KTM. 6. Studený. 7. Steegmans. 8. Freidinger. 9. S.Willmann. 10. D.Willmann. 11. Faktor. 12. Hoormann.

DM-Stand nach 8 von 16 Läufen: 1. Schreiber 186 Punkte. 2. Maessen 173. 3. Ten Vregelaar 150. 4. Haas 119. 5. Steegmans 97. 6. Zienecker 90. 7. S.Willmann 85. 8. Freidinger 84. 9. Norskov 81. 10. Poláček 59.

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