Gelungener Re-Start

Geschrieben von am 1. Oktober 2020 in Allgemein

endurance-masters hat den Rennbetrieb wieder aufgenommen

Wer seiner Wetter-App vergangenes Wochenende vertraute, der hat eines der besten endurance-masters-Rennens dieser denkwürdigen Saison verpasst. In Mitteldeutschland tobte sich Tief Youngme aus, rund um Marisfeld im Thüringerwald passte am 26.September das reale Leben allerdings einfach nicht zur großflächigen blauen Screen-Darstellung auf den Smartphones. Während rings um Thomas Bieberbachs Adventureland die Welt wohl unter zu gehen schien, bleibt es am Renntag maximal nieselig und perfekt fahrbar. >Werksboden< jubelten die Quad- und ATV-Fahrer, verdammt rutschig, beurteilte die Buggy-Meute den Track: „Noch nie so heftig und intensiv gedriftet”, freute sich Mario Schütze, der seine XX mit Minimal-Vorsprung als erster nach einer Stunde ins Ziel brachte.

Die em sind offen für ATV, Quads und UTVs.

endurance-masters hatte im vergangen Jahr schon die Weichen für einen neuen Rennkalender umgestellt. „Wir fangen mit der Meisterschaft noch im alten Kalenderjahr an und versuchen die umweltpolitisch kritischen Zeiten im Frühjahr und Sommer zu umgehen.” Serien-Veranstalter Hans-Georg v.der Marwitz kann so auch im Jahr des Corona-Wahnsinns immerhin auf 6 Rennen, die zur 2020er-Meisterschaft zählen, anbieten. Waldbrandstufen, Setz- und Brutzeiten, die ständigen Damokles-Schwerter traditioneller Zeitplanung, bleiben unter Verschluss, dass uns dann das Virus das Leben umkrempelt, konnte im Frühjahr noch niemand erahnen. 4 zählbare Läufe sind inzwischen Geschichte und nach Corona-Regeln inszeniert. Noch zweimal in dieser Saison wird die Startflagge die Endurance-Masters-Meuten auf die Tracks schicken. Olszyna in Polen und Boxberg in der Lausitz sind angesagt. Wenn’s Corona zulässt.

Eine schwierige Saison

2020 ist das Jahr, in dem ohne das Plazet der Gesundheitsämter gar nichts geht. Als Veranstaltungs-Organisator beschleicht einen das ungute Gefühl, dass die verantwortlichen Genehmigungs-Behörden am liebsten gar nichts freigeben wollen. Da bleibt wenig Spielraum für Diskussionen. Doch wir sind lästig und erfüllen die Vorgaben. Und dürfen unter strengen Auflagen letztendlich doch fahren. Hoffentlich auch in naher Zukunft.

Action: Zwei Stunden fahren die Quads.

Staub und Hitze in Gröningen bei Rallye-Legende Armin Schwarz, Niesel und griffigen Boden in Marisfeld bei Enduro-Weltmeister Thomas Bieberbach. Lokal-Matador Marco Sturm auf der Renegade hatte in Gröningen entnervt im Staub die Segel gestrichen. Marisfeld sollte nun sein Rennen werden. Das Thüringer Urgestein knallt mit dem großen ATV Zeiten auf den Parcour, die selbst die Quadfahrer alt aussehen lassen. Erst ein Plattfuß kann Marco stoppen. Wir frischem Pneu kann sich der Can-Am-Fahrer noch Platz 3 sichern. Den Sieg erbte erstmals der Pole Szymon Seweryn vor Spenglermeister Markus Wimmer aus Oberbayern.

Das Renngeschehen

Im 2-Stunden-Rennen der Quads geht in Marisfeld die Maximal-Punktzahl an den Sachsen Sven Becker. Die Tschechin Katerina Krenkova leistet erbittert Widerstand, muss sich aber letztendlich mit Platz 2 bescheiden. 2-Meter-Mann Mike Kirste verbesserte mit Platz drei sein Meisterschaftskonto. Der einstündige Sprint-Lauf zeigte einen spannenden Kampf zwischen Meisterschaftsleader Max Kubat und seinem Kumpel Marius Kernchen, der in der letzten Runde auf schmierigem Geläuf 3 Kurven vor Schluss Max abfangen konnte.

In der Ü40 und in der Rookie-Klasse wollen Vater und Sohn Braasch 2020 den Titel holen. Die Niedersachsen kommen auf dem klebrigen Terrain am besten zurecht und holen sich jeweils Platz 1. Sie führen nun beide in ihren Klassen. „Ich will zusammen mit Luc auf dem Sieger-Treppchen ganz oben stehen”, erklärt der Maurermeister bestimmt.

Die Team-Klasse wurde 2020 neu durchgemischt. Junges Blut plus Erfahrung des Alters, das Rezept scheint aufzugehen. Der Neuseenländer Quadverein schickt neben den Marisfeld-Siegern Alex Hauswald und Lennox Quellmalz Frank Kaatz zusammen mit Jungspund Charly Kieshauer ins Rennen. Vater und Sohn Enrico und Willy Koch, die dank ihres 2.Platzes in Marisfeld nun das Championat anführen, streiten sich mit Urgestein Torsten Harz und Falko Harz um die Plätze. Pech für Daniel Marr und Partner Justin Reizle: Justin erwischte in der 2.Runde einen Stein, der ihn zur Aufgabe zwingt. Die Home-Mannschaft erfüllt dadurch die Reglements-Vorgabe nicht, die besagt, dass jeder Fahrer mindestens 20% der Teamdistanz gefahren sein muss, um gewertet zu werden.

Nicht viel Neues bei Youngster: Die beiden Stiller-Brothers dominieren ihre Klassen. Lediglich Luca, de mit einer gedrosselten 450er unterwegs ist, erfährt Gegenwehr: Rennamazone Lilly Becker kann Luca in Gröningen besiegen, in Marisfeld ist sie allerdings mit Platz 2 gut bedient. Lucas kleiner Bruder Matteo zeigt mit aufopfernder Fahrweise die Stärke der 250er und gewinnt die Klasse der Youngster2 souverän. Dass Cousin Peter Peters sich den Titelgewinn bei den kleinen Youngstern zum Ziel gesetzt hat, zeigt die Stärke des Clans.

Wie geht’s weiter. Endurance-masters ist vorbereitet, den Rest der Saison auch unter erschwerten Bedingungen weiter zu führen. ”Wir werden, wie versprochen, alles daran setzen in einem Monat den Deutschen DMV-Cross-Country.Meister 2020 küren zu können.“

Text: endurance masters
Fotos: Susann Enax

Schlagworte:

Abonnieren

Wenn Sie diesen Artikel mochten, abonnieren Sie hier, um mehr zu diesem Thema zu empfangen.

per RSS-Feed abonnieren

Kommentarfunktion abgeschaltet

VBW-Tires Banner
Top