Tour im Grenzbereich

Geschrieben von am 19. September 2020 in Allgemein

Der Bayerische Wald ist etwa 100 Kilometer lang und bis 1456 Meter hoch. Viel Platz für tolle Touren und Kurvenspaß. Aber auch zum Feiern und für Familienerlebnisse. Also auf in das Mittelgebirge an der Grenze zwischen Bayern und Tschechien.

Wanderer kennen den Bayerischen Wald gut. Unzählige Wald- und Wanderwege durchziehen das Grenzland zur Tschechischen Republik, eingebettet in teils unberührte Natur. Schließlich erstreckt sich beiderseits der Grenze ein Naturpark, der zusammengenommen das größte Waldgebiet Europas ergibt.

Naturgemäß finden sich in solchen Mittelgebirgslandschaften schmale Sträßchen und verschlungene Strecken, die von Quad-, ATV- und Motorradfahrern gleichermaßen geliebt werden. Als Basis bieten sich die vielen Hotels, Pensionen und Campingplätze an. Denn die touristische Infrastruktur ist bestens ausgeprägt, so dass jeder eine passende Unterkunft finden sollte. Vom luxuriösen Hotel mit weiß Gott wieviel Sternen bis hin zu „Ferien auf dem Bauernhof“ in rustikalem Ambiente. Besonders hervorzuheben ist die Möglichkeit zum Familienurlaub. Während der Quad-Freund eine nette Tour fährt, ist der „Anhang“ stets sinnvoll und spaßig zu beschäftigen. Wobei – ein gemeinsamer Ausflug gerade im Bayerischen Wald immer ein Erlebnis ist.

Davon gehen wir aus

Wo all die angesprochenen Punkte vereint zu finden sind ist die Westernstadt Pullman City in Eging am See. Fleißige Quadwelt-Leser erinnern sich sicher an die Berichte vom dortigen jährlichen Quadtreffen. Launige Stimmung, gutes Essen und ein unterhaltsames Showprogramm sorgen für kurzweiligen Aufenthalt aller Beteiligten. Zum Angebot der Organisatoren um Chef Claus Six, zu denen im Falle des Treffens auch die Händlerfamilie Kremsreiter zählte, gehört eine kurvenreiche und sehenswerte Ausfahrt. Das Quadtreffen in Eging wird übrigens seit 2019 von der Firma Kremsreiter eigenständig durchgeführt.

Auf deren Spuren sind wir unterwegs und freuen uns über die herrliche Landschaft. Kein Wunder, dass die Treffen-Teilnehmer gerne das Angebot wahrnehmen. Vom Startpunkt Eging weg, schlendern wir über kleine Straßen vorbei und durch die typisch urigen Dörfer. Um gleich im nächsten Moment wieder in Serpentinen duftende Waldstücke zu durchqueren. Ja – zugegeben – Offroad bereift zieht es uns auch über den einen oder anderen Waldweg. Selten, dass wir dabei jemandem begegnet wären. Fotostopp und Pause gibt es am Schloss Egg, mit uriger Gastronomie im Schlosshof.

Gestärkt gehen wir aus dieser an die Tour Richtung Arber, dem höchsten Berg des Bayerischen Waldes, zu dem es in vielen Kurven hinaufgeht. Je nach Jahreszeit sollte man hier die Jacke zumindest im Gepäck haben. Stopps lohnen sich nicht nur an dem stolzen Bergrücken. Entlang der Glasstraße – etwa in Zwiesel – staunen wir über die Skulpturen im Park und am Einkaufszentrum. Eine gute Gelegenheit die Mitbringsel für die Daheimgebliebenen zu besorgen.

Doch warum überhaupt jemanden zurücklassen? Familien kommen auf ihre Kosten. Der Bärenbob in Grafenau ist eine spaßige Sommerrodelbahn mit irren Kurven, eingebettet in eine Hügelkette. Der Betreiber bewirtschaftet die Anlage übrigens mit Hilfe von zwei ATVs. Reparaturen im oberen Teil der Strecke sind im Nu erledigt, weil die Handwerker die Steilhänge mit 800 Kubik bezwingen. Schnell sind sie zur Stelle, wenn es wo klemmt oder staut.

Kurzweil garantiert

Wir steuern Tittling an, wo ein Museumsdorf seine Besucher empfängt. Auf gut angelegten Wegen versetzt man sich in vergangene Zeiten und schnuppert den Duft in den Rauchküchen der alten Bauernhäuser. Doch das Beste an der Tour rund um Eging und Umgebung sind und bleiben die tollen Straßen. Abseits der Touristenpfade auf den Verbindungen zwischen zahllosen Streusiedlungen wartet hinter jeder Kuppe ein Highlight für’s Auge und für die Reifen. Wir empfehlen den Bayerischen Wald vor allem auch den Kurvenräubern unter Euch.

Wann ist die beste Reisezeit? Immer – nur vielleicht nicht gerade im Winter. Der Herbst hält immer ganz besondere Überraschungen parat, dank der prächtigen Farben. Im Sommer sind viele Touris mit dabei und manche Straße auf den Hauptrouten ist am Wochenende schon mal stark frequentiert.

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