Spaßverderber…!?

Auf der CES 2019 (Consumer Electronics Show) in Las Vegas zeigt Honda wieder einmal völlig neue Ansätze für die Mobilität der Zukunft. Die Basis dafür sind allerdings die robusten ATV der Marke, die es seit mehr als 30 Jahren gibt.

Honda zeigt auf der Messe reale Testszenarien des Honda Autonomous Work Vehicle, eines Prototyps eines Off-Road-Fahrzeugs, das eine Kombination aus dem All-Terrain-Fahrzeug (ATV) und der aufstrebenden fortschrittlichen autonomen Technologie darstellt. Es wurde von Honda R & D America entwickelt, um öffentlichen, kommerziellen und Privatunternehmen wie Bauwesen, Landwirtschaft, Suche, Rettung und Brandbekämpfung mehr Effizienz und Sicherheit zu bieten. Das Autonomous Work Vehicle basiert auf dem bewährten ATV-Chassis von Honda, das seit über 30 Jahren mit seinem robusten Allradantrieb schwer zugängliche Orte erreicht. Das Fahrzeug verfügt über GPS- und Sensorbasierte Autonomie, die das Gerät in nahezu jeder Umgebung führen kann. ein Schienenzubehör-Montagesystem für unbegrenztes Zubehör und Anbaugeräte, sowie Onboard-Power-Plug-Ins ergänzen das Fahrzeug optimal und bis ins Detail durchdacht.

Sie sind schon interessant, diese kleinen sitzlosen Quads und sie können so programmiert werden, dass sie selbstständig eine Reihe von praktischen Aufgaben im Freien erledigen. Honda hat Prototypen in den oben genannten Bereichen bereits getestet und sucht derzeit nach weiteren Einsatzzwecken und ideenreichen Partnern, um die Entwicklung noch weiter voranzutreiben.

Bei der robusten Plattform für die kleinen autonomen Arbeitsfahrzeuge (AWV) handelt es sich im Wesentlichen um ein klassisches 4WD-Quad von Honda, bei dem die obere Hälfte entfernt und durch eine Reihe von Sensoren, selbstfahrende Ausrüstung und alles, was sonst für die spezielle Aufgabe erforderlich ist, ersetzt wird. Mit dem Schienensystem können alle Arten von Zubehör und Plug-Ins montiert werden. Mit den relativ rudimentären autonomen Funktionen können die Modi „Follow-Me“, „Muster“ oder „A-zu-B“ in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen ausgeführt werden.

Honda testete das AWV auch schon  mit einem gezogenen Mäher, der hielt Unkraut und Gras in einer 72 Hektar großen Solaranlage in North Carolina im Zaum. In Colorado hat ein Testfahrzeug die Feuerwehrleute begleitet, die schwere Ausrüstung getragen haben, während sie sich durch steiles und schwieriges Gelände auf ihrem Weg zur Bekämpfung von Waldbränden bewegen. In Kalifornien wurde das AWV landwirtschaftlichen Tests unterzogen, dabei wurden Kulturen zur Unkraut- und Schädlingsbekämpfung besprüht, ohne dass die Menschen den Chemikalien ausgesetzt waren. Auch der Transport und das ernten von Obst und Gemüse war schon Testprogramm.

Obwohl schon sehr weit entwickelt, sind die AWV von Honda derzeit noch nicht für die Serie bereit. Honda möchte ein ausgereiftes Produkt für einen Massenmarkt anbieten und wird dazu in den nächsten Jahren zunächst mit weiteren Partnern Entwicklungsarbeit leisten und dann die Mobilität weltweit zu verändern. Solange können wir unsere knatternden, stinkenden und spaßbringenden Vierräder noch mit Lenker selbst steuern. Auch eine schöne Vorstellung.

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