Eiskalte Leidenschaft

Die aktuellen Temperaturen machen es den Quadfahrern nicht gerade leicht, ihrem Hobby nachzugehen – oder besser gesagt zu fahren. Aber ein paar Unerschrockene trotzen dem Winter und auch der Dunkelheit und lassen es so richtig krachen!

Im Fursten Forest wurde wieder gefahren das es kracht und zwar richtig. Berstendes Eis unter den Pellen der Fahrzeuge war das Ergebnis vieler Versuche, sich trotz klirrender Kälte ordentlich nass zu machen.  Am 17.2.2018  wurde die zweite Dark Forest Tour gefahren. Um 17:00 Uhr versammelten sich diesmal 45 Fahrer um bei Einbruch der Dunkelheit und Temperaturen von knapp 0 °C ins Gelände zu starten. Das besondere Erlebnis dabei ist natürlich die schnell einsetzende Dunkelheit in den riesigen Gelände und die Erfahrung einer gänzlich anderen Umgebung, in der die Orientierung viel schwieriger ist als bei Tageslicht.

Beim Start erfolgte durch das FF-Team eine ausführliche Einweisung und Einteilung der Teilnehmer in vier Gruppen. Nach Aussage von FF war diese Tour komplett ausgebucht und es soll auch bei zukünftigen Veranstaltungen dieser Art  keine Steigerung der Teilnehmerzahl geben. Maximal 48 Teilnehmer pro Tour sind machbar, mehr leider nicht. Je nach Nachfrage sind aber drei bis vier „Dunkel-Events“ im Jahr geplant. Der Aufwand für eine Nachttour ist ungleich größer als tagsüber, deshalb muss das Angebot einfach begrenz bleiben. Aber so wird auch ein Hauch von Exklusivität erzeugt, was von den Teilnehmern bisher auch absolut bestätigt wird. Immerhin sind auch zur zweiten Veranstaltung  zum Teil Leute aus den Niederlanden und aus ganz Deutschland speziell für diese Tour angereist.

Um 17:30 Uhr ging es ins Gelände und die Temperatur fiel während der Tour auf bis zu minus 4 Grad. Mud – wenn er mal da war dann … gefroren! Die Wasserdurchfahrten mit bis zu fünf Zentimeter dickem Eis bedeckt und trotzdem, das ein oder andere Fahrzeug brachte das Eis zum bersten. Welcher Reifen ist für nasse Eisplatten der  Beste? Da gibt es wohl nicht viele die das problemlos schaffen. Also 4 x 4 ist angesagt und in der Gruppe hilft man sich natürlich gegenseitig.

Gerd Koch, der als rasender Reporter für die Quadwelt schon zum zweiten mal die Nacht zum Tag macht, konnte die Geländesituation schon sehr gut einschätzen. „Diesmal brauchten wir keine Winde, aber schieben war das ein oder andere mal angesagt, und beschleunigen auf Eisplatten, bitte nur mit Vorsicht, sonst biegt man ab wo eigentlich kein Weg zum abbiegen ist. Das Gelände in FF ist bekanntlich total  unterschiedlich, hier findet sich von offenen Wasserflächen bis zur Mondlandschaft mit koffergroßen Findlingen  über weiche Sandtracks und Waldpassagen einfach alles. Bei Frost ergeben sich hier noch einmal ganz andere Zustände. Das muss man einfach mal selbst erlebt haben.“

Bei einer gemeinsamen Pause im Biwak wurden alle bestens mit Essen und Trinken versorgt. Das großartige Catering erwartet man im Gelände eigentlich nicht. Dabei wurde auf Plastik vollständig verzichtet, einfach super diese Einstellung. Höhepunkt des Ganzen, das leckere Grillfleisch, so was geht ja immer und zu jeder Jahreszeit. Die Teilnehmer, die Gerd vor Ort nach Ihren persönlichen Erfahrungen befragt hat, waren sich einig. Es gab nur positive Äußerungen und alle waren glücklich dabei zu sein.

Dennoch, das Team von Fürsten Forest ist bemüht, auch in Zukunft immer besser zu werden. Dabei werden natürlich auch die Wünsche der Teilnehmer berücksichtigt. So zum Beispiel wurde zur zweiten Nachttour der Abschluss direkt am sogenannten UFFZ eingerichtet, dort konnten die Fahrzeuge abgestellt werden und beim Glühwein oder Kaffee eine Menge Benzingespräche geführt werden. Auch die Beifahrer/ Kinder die diese Tour mitgemacht haben, hatten ihren Spaß und wurden natürlich mit einem Kakao versorgt.

Die neue Arbeitskleidung der Mitarbeiter von FF von der Fa. Safeline, wurde hier das erste mal im Gelände getestet. Dabei hat die Workwear von Dassy absolut gute Dienste geleistet, so die einhellige Meinung.

Fazit! Einige von den Teilnehmern waren schon bei der ersten Dark Forest Tour dabei und viele der Teilnehmer dieser Veranstaltung werden wohl auch zu „Wiederholern“ werden. Das einmalige Konzept des Events geht voll auf und wird in Zukunft sicher noch viele weitere Besucher begeistern. Auch wenn die „Dunkle Seite der Nacht“ keine ganz einfache Erfahrung ist, es wird auf jeden Fall eine Besondere sein.

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