
Nachdem man in den Jahren 2005 und 2006 mit dem Modell Adly 300 einige sportliche Erfolge ( Sieg Quadklasse Rallye di Croatia 2005) hatte, aber schnell feststellen musste das es mit den bis dahin 300 ccm als Topmotorisierung von Adly einfach an Leistung fehlte, so möchte man sich bei Herkules ab sofort mit dem neuen Modell Adly Hurricane 500 wieder im Quadsport engagieren, da diesmal die Leistung vorhanden ist und das Fahrzeug eine gute Basis für den Einsatz bei Enduro-, Cross Country- und Rallye Raid- Veranstaltungen bietet.
Als Testfahrer konnte man Erik Pohl gewinnen, der bereits 2005 auf Herkules unterwegs war. Da das Fahrzeug einiges an Umbauten nötig hat, konnte man außerdem Stefan Ebert von Fourtec für dieses Projekt begeistern der zusammen mit Erik und seinem Team sämtliche Umbauten sowie die Wartung des Fahrzeuges übernehmen wird. Die Quadwelt konnte als verlässlicher Partner für die Berichterstattung gewonnen werden.
Besonderen Wert legt man darauf das die Umbauten alle dokumentiert werden, so das jeder sportlich ambitionierte Fahrer dies an seinem Fahrzeug auch umrüsten kann. Die Kosten für den Umbau wählte man daher bewusst so niedrig wie möglich.
Ab sofort könnt Ihr hier verfolgen wie die Herkules umgebaut wird und welche Änderungen vorgenommen werden. Erste Renneinsätze werden zeigen welche Veränderungen noch vorgenommen werden müssen.
Heute wollen wir Euch als erstes zeigen wie die Verkleidung gekürzt wird, die originalen Blinker ersetzt werden, ein höherer Lenker montiert wird und die Bedienarmaturen entsprechend geändert werden.
Als erstes demontieren wir die vorderen Blinker und diverse Halter an den vorderen bzw. Hinteren Fendern, dann markieren wir mit Klebeband die „Schnittlinie“. Anschließend wird die Verkleidung mit einer Stichsäge, Druckluftsäge oder einem Elektrofuchsschwanz gekürzt. Die überstehenden Reste werden mit einer scharfen Messerklinge vorsichtig abgeschabt und mit einem Heißluftfön kurz erwärmt.
Die Blinker werden wir für Enduro-Einsätze durch Zubehörteile ersetzen. Diese können problemlos an die Serienanschlüsse angeklemmt werden, welche mit Steckverbindern versehen sind. Für den MX-Bereich können die Blinker selbstverständlich ganz weg bleiben.
Um den neuen Lenker zu montieren, müssen erst einmal alle Bedienarmaturen entfern werden. Der Tacho wird aus der Plastikhalterung entfernt und später an den originalen Haltepunkten der Lenkerplastikverkleidung wieder befestigt. Die originale Lenkerposition ist für den Sporteinsatz zu tief, daher entscheiden wir uns für einen höheren Lenker. Alternativ hätte man auch Lenkererhöhungen montieren können. Alle Seilzüge sind lang genug und müssen nicht geändert werden.
Da für den Sportbereich die Feststellbremse nicht mehr benötigt wird, entfernen wir diese komplett.
Der Killswitch (Fourtec Quality Products) wird zentral in der Mitte des Lenkers platziert. Da der Hebel für den Rückwärtsgang am originalen Lenker eine angeschweißte Aufnahme hat müssen wir hierfür eine andere Lösung finden. Ein Choke-Hebel von Magura ist hierfür gut geeignet da er stabil ist. Die Befestigungsposition ist gut zu erreichen um den Rückwärtsgang zu aktivieren. Der originale Daumengasgriff wird durch einen Drehgasgriff von Motion Pro ersetzt. Griffe wählen wir von ProGrip , da wir mit diesen die besten Erfahrungen gemacht haben.
Besonderer Dank geht an Oliver Engels (Mechanik) und Tim Bauer (Elektrik) für die Unterstützung bei den ersten Umbauten.
Beim nächsten mal werden wir vom Umbau der Bremsanlage, Nerfbars und des Bremspedals berichten.
Text : Erik Pohl
Bilder : Frank Meyer / Wolfgang Nitsche / Herkules / Erik Pohl
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