Sibirien Update 1

Bernd Dannewitz ist unterwegs gen Osten. Ziemlich weit in den Osten, denn sein Ziel ist Sibirien. Auf einer Can-Am Outlander 1000 muss er rund 20.000 Kilometer abspulen. Hier sein aktueller Bericht von der Etappe Russland – Kasachstan.

Hier den ersten Beitrag zur Sibirien-Tour lesen: http://www.quadwelt.de/2017/07/ziel-sibirien 

Bernd beschreibt den Grenzübertritt von der Ukraine nach Russland als schwieriger als er sich das gedacht hatte. Sein Erster Versuch scheiterte, weil an dem angepeilten Grenzübergang nur Weißrussen die Grenze passieren dürfen. 100 Kilometer weiter südlich der nächste Versuch. Sieben Stunden in sengender Hitze und wiederholte Kontrollen von Papieren und Gepäck waren nötig um endlich einreisen zu dürfen. Erst nach einer Übernachtung ging es schließlich weiter über Briansk, Tambow, Samara bis Ohrenburg. Außer der unglaublich offenen und weiten Landschaft findet Bernd nicht viel Zeit für kulturelles, die Städte sind nur Punkte auf einer Liste die abzuhaken ist. Bei der Suche nach Übernachtungsmöglichkeiten findet er aber immer große Unterstützung der Menschen. Weil ein Stoßdämpfer noch immer leicht Öl verliert steuert Bernd eine kleine Werkstatt am Straßenrand an. Dort wird er mit großem Hallo herzlich empfangen und alle überschlagen sich vor Hilfsbereitschaft. Bernd nutzt den Stopp auch gleich für einen Riemenwechsel, der an dieser Stelle 5000 Kilometer geleistet hat.

Bei Samara stößt Bernd an die Wolga. Obwohl Samara eine große Industriestadt ist, fällt Bernd insbesondere die Innenstadt als extrem ordentlich und sauber auf. Ab hier sind es jetzt noch rund 250 Kilometer bis zur Grenze nach Kasachstan. Davon gestalten sich rund 50 Kilometer zum reinsten Höllentrip. Schlaglöcher so groß wie Kleinwagen, Dreck, Staub und haufenweise LKW, die die Situation nicht einfacher machen. Dazu kommen noch Kilometerlange Umleitungen, die einfach über Felder führen. Durch den Staub sieht man die Hand vor Augen nicht mehr. Dafür war die Grenzkontrolle mit nur drei Stunden Aufenthalt schon fast angenehm flott. Hier lernt Bernd auch viele Leute kennen, die ihn fast alle für verrückt erklären. Aber jeder will natürlich ein Foto mit ihm machen.

Nach dieser Etappe fasst Bernd auch immer mehr Vertrauen in seinen fahrbaren Untersatz, den er auch gern als „Traktor“ bezeichnet. Bis auf den ölenden Dämpfer läuft die Can-Am wie ein Uhrwerk. Beim nächsten mal wird Bernd uns seine Erlebnisse bei der Durchquerung von Kasachstan erzählen, da gab es allerdings auch schwierige Situationen zu meistern. Es bleibt spannend!

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