15 Jahre Quadwelt: Der erste Test

In den vergangenen 15 Jahren testeten wir so manches Fahrzeug. Schnelle und lahme, schöne und hässliche, gute und schlechte, Topps und Flops. Das allererste von allen war jedoch die Bombardier Rally 200. Schauen wir uns die nochmal an.
Weitere Preise sind zu gewinnen!

Unser allererster Test: Bombardier Rally 200.

Wir waren alle schon recht stolz, als uns Jets Marivent seinerzeit als erster Importeur gleich für die Erstausgabe ein Fahrzeug anvertraute. Die Foto-Session musste noch improvisiert werden, weil der Rally 200 damals so neu war, dass er noch nicht den Bombardier-Händlern vorgestellt war. Es musste alles fix gehen. Aus dem Schrank die Cross-Klamotten gekramt und irgendwie zusammen gewürfelt, was nach Enduro- oder Hobbyfahren aussehen sollte. Ab auf die MX-Strecke nach Eschweiler und die Fotos geschossen. Später durften wir den Neuling nochmal in die Domaine Enduro nach Bilstain in Belgien entführen, wo das erste Titelbild der Quadwelt entstand.

15 Jahre später: Die Quadwelt feiert Jubiläum, Jets Marivent importiert inzwischen GOES, Bombardier heißt Can-Am und die Fahrer der Redaktion haben zahlreich Bekleidung zur Auswahl, um die Fotos optisch ansprechender zu präsentieren. Dafür und für das Vertrauen in uns und unsere Arbeit, gebührt unseren langjährigen Partnern Dank. Auch für die zahlreichen Preise, die wir gerne an Euch – liebe Leserinnen und Leser – weiterreichen. Als Dank für Eure Treue.

Viele Preise warten auf Euch!

Schaut auf dieser Seite nach dem Test der Rally nach den Preisen für diese Woche: Ist etwas dabei, was Euch gefällt, dann schnell eine Mail schicken an verlag@quadwelt.de mit dem Betreff „Geburtstag Quadwelt“.
Im Heft findet Ihr einen Coupon. Auch den könnt Ihr einsenden und habt ebenso die Chance auf unsere tollen Preise.
Auf dem Coupon oder in der Mail dürft Ihr gerne Euer Fahrzeug eintragen. Euren Namen und die Anschrift brauchen wir nur für den Fall, dass Ihr gewinnt, um Euch schnell zu benachrichtigen.
Einsendeschluss ist der Erscheinungstermin der Ausgabe 5-2017, nämlich der 6. September 2017.

Noch mehr Preise findet Ihr hier: 15 Jahre Quadwelt – Teil 1.
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Vorgestellt – (aus Quadwelt 01-2002 / Erstausgabe)

Der Alleskönner

Das Ding ist so gelb und so aus Plastik, es muss aus einer neuen Duplo-Serie von Lego stammen. Der erste Eindruck des in Kürze auf den deutschen Markt kommenden Rally 200 deutet auch eher auf ein Spielzeug als auf ein für schweres Gelände taugliches Fahrzeug hin.

Fahrtest auf einem „Plastikbomber“. Damals waren wir noch farbenblind 😉

Es ist zuerst mal: gelb! Der Eindruck der äußeren Bedingungen am Tag der Testfahrt ist: nass! Der Eindruck des Testgeländes im belgischen Bilstain ist: schlammig bis unfahrbar! Fahrerherz, was willst Du mehr? Also los geht’s! Wie der Dreijährige mit seinem Duplo, so kommt ein Quad-Einsteiger mit dieser Maschine sofort zurecht. Ein Rasenmäher ist komplizierter. Denn die Bombardier hat nur zwei Gänge – einen Vorwärts- und einen Rückwärtsgang. Diese Konstruktion bedingt natürlich ein stufenloses Automatikgetriebe.

Gähn! – Das soll Spaß machen? Und dann auch noch diese riesigen Plastikablagen vorne und hinten. Damit könnte ein Bauer mit seinen Milchkannen gut zum melken fahren. Aber was soll ich  damit hier in diesem von tausenden Enduro- und Geländewagenfahrern übel zerfurchten Tal? Ich gebe dem Ding dennoch eine Chance – probieren geht schließlich über Ablästern – und starte den 180ccm Rotax-Motor. Mit einer leichten Verrenkung greife ich unter die Sitzbank, dort liegt etwas umständlich angebracht, der Wahlknüppel für das Getriebe. Ich schieben den Knauf nach innen – für den Vorwärtsgang – und drücke mit dem Daumen aufs Gas. Mehr muss man eigentlich nicht tun.

Ein Druck auf’s Daumengas und der erste Testeindruck wird „erfahren“.

Vorbei diese elende Philosophiererei, ob denn nun die gewählte Fahrstufe auch mit den Geländegegebenheiten kompatibel ist, ob der arme Motor nicht überlastet ist oder ob man mit einem anderen Gang nicht mehr rausholen könnte. Mit der Bombardier wird einfach gefahren. Schluss! Ich konzentriere mich ganz auf das ruppige Gelände und dieses sagenhafte Fahrwerk. Im Enduropark Bilstain haben die Motorradfahrer das Sagen und so sind einige extreme Wege von Querrillen zerfurcht und die steilen Auffahrten von raus gerissenen Felsbrocken übersäät. Alles Bedingungen, die nicht gerade der Fahrzeuggeometrie eines Quads entgegen kommen. Von wegen ausgetretene Pfade. Doch egal welche Gemeinheit ich der Bombardier auch zumute – sie wirft mich nicht ab.

Der Motor beschleunigt nie so explosiv, dass der stabile Beschleunigungsvorgang in einen chaotischen übergeht. Ich frage mich: Kann man bei diesem Fahrzeug überhaupt etwas falsch machen? Vielleicht hilft ein Blick in die Bedienungsanleitung. Immerhin gibt es da viele lustige Warnhinweise. So soll man zum Beispiel keine meterhohen Kisten in senkrechter Position transportieren und auch das Überfahren frisch gefällter Kiefernstämme könnte nach Meinung der fachkundigen Handbuchautoren zu einer Gefährdung für Fahrer und Fahrzeug führen.

Wir attestierten der Rally damals einen hohen Spaßfaktor und robuste Nehmer-Qualitäten.

Hoher Spaßfaktor

Ich versuche es derweil lieber mit einem Spurt über einen Verbindungsweg, der aussieht, als wäre ein ganzes Bataillon Panzer drüber gerollt. Tiefe, mit Schlammsoße gefüllte Löcher wechseln sich ab mit einer Serie von Querrillen, um schließlich in einer engen Fahrspur zu enden. Links und rechts je eine tiefe Rinne, insgesamt aber breiter als die Spurweite der Bombardier. Vom Gas gehen oder gar bremsen? Warum? Auf der Bombardier fühlt sich diese Passage an wie eine Autobahn. Na gut – es schwankt ein wenig, aber nie brutal. Wie ein Segelboot bei zartem Wellengang reagiert die Bombardier mit einem sanften Auf und Ab.

Mit der Rally auf dem Enduro-Parcours: Das war gut genug für das erste Titelfoto.

In den berüchtigten Trialpassagen geht es vorbei an fluchenden Motorradfahrern, die grade mal wieder den Motor ihres Spaßgerätes abgewürgt haben. meine Freude über das Automatikgetriebe können diese Kollegen nicht sehen, ich aber höre sie fluchen. Beide Hände fest am Lenker, Blick und Konzentration aufs Gelände. Schaffe ich die Spitzkehre am Ende der steilauffahrt oder nicht? Das ist hier die einzige Frage. Die Bombardier fragt sich das nicht. Der Motor stellt immer die Leistung zur Verfügung, die grade benötigt wird. Nur wenn es richtig eng wird, reagiert die Bombardier etwas zu träge, dann muss ich wieder an den Bauer denken, der hinten zwei Milchkannen auf der Ladefläche hat und für den stabiles fahrverhalten wichtiger ist, als quirlige Wendigkeit.

Im Detail: Schon damals hatte Bombardier – heute Can-Am – die „Gleitschiene“ als Unterfahrschutz.

Die Bombardier wirkt nie aggressiv, trotz der Farbe. Wer einen richtigen Hammer in Sachen Beschleunigung erwartet, der wird enttäuscht. Die 13 KW bei 176 kg Leergewicht reichen zwar nicht für einen Wheelie, stellen aber den höchsten Level in diesem Fahrzeugsegment dar. Immer genug für alle Fahrsituationen, egal ob mit Milchkannen oder ohne. Die Bombardier ist ein Waldspielzeug, nicht lautes Gehabe steht im Vordergrund, sondern der Spaß am Fahren. Ich mache an diesem tag noch viele Experimente und schiebe den Ganghebel erst wieder in die neutrale Position, als der Tank leer ist.

Fakten checken: Unser damaliger Datenkasten.

Text & Fotos: Archiv Quadwelt

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Die Preise der Woche

Die Qualifier Shade Schutzbrille von Moose Racing.

Parts Europe stellt hier eine Brille von Mosse Racing vor, die über einen flexiblen, aber strapazierfähigen Brillenrahmen aus Spritzguss verfügt, mit Luftzirkulationsöffnungen wenn es heiß her geht. Ein neuer Multi-Density-Schaum mit Fleecebelag sorgt für exzellentes Feuchtigkeitsmanagement und schützt vor Staub und Schmutz. Optisch korrekte, verspiegelte und getönte Polycarbonatgläser mit Antibeschlag-Beschichtung, kratzfest mit
großem Sichtfeld sorgen für maximale Sicht in alle Richtungen. Das elastische Band mit rutschfestem Spezialbesatz gibt der Brille sicheren Halt.
Ersatzgläser und Abreißvisiere sind separat erhältlich. Die Goggle gibt’s für 35,- Euro bei Eurem Parts Europe Händler.

 

Mehr Infos zu den Schlössern: http://www.grip-lock.com

Grip-Lock ist seit vielen Jahren die echte Zusatzsicherung für Fahrzeuge mit Bremshebel. Ab sofort bietet der Hersteller volle 10 Jahre Garantie. Das können die locker machen, denn ein Klimakammer-Test simulierte in 529 Tagen einen Witterungseinfluss, dem ein Grip-Lock draußen in mehr als 37 Jahren ausgesetzt gewesen wäre. Es sah danach zwar nicht mehr ganz neu aus, funktionierte aber einwandfrei. Es hielt den Angriffen mit Hammer und Schraubendreher immer noch locker stand. Wir geben gerne zwei der Leistungsträger an Euch weiter.

Damit hast Du’s drauf: Der Heck-Pack für Eure Zugvorrichtung.

Transportieren mit dem ATV: Was nicht auf die Gepäckträger passt, landet im Anhänger. Doch der kann im Gelände auch mal lästig werden. Mehr Bewegungsfreiheit hat man mit dem Heck-Pack. Seit zwölf Jahren produziert das Unternehmen der Familie Dommasch seine Heckträgersysteme für Fahrzeuge. Für ATVs und Side-By-Sides liefert Heck-Pack Adapter, so dass prinzipiell jedes dieser Fahrzeuge in Betracht kommt, einen solchen Heckträger aufzunehmen.Bis zu 86 Kilogramm kann man damit seinem ATV zusätzlich aufbürden. Mehr Infos findet Ihr hier www.heck-pack.de und zu gewinnen gibt’s bei uns auch ein Exemplar.

Viel Glück!

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