Applaus für den Stuntman

Privatinitiative Quadfahren: 250 Besucher bei Integrationsveranstaltung am Floßplatz in Höxter waren begeistert von Dr. Stefan Blank´s Stuntshow.

Höxter. „Wollt Ihr noch ein bisschen Gummi vom Motorrad?“, fragt Stefan Blank ins Mikrofon. Ein lautes und langgezogenes „Jaaa“ kommt als Antwort. Klare Sache. Der Stuntman nickt zufrieden: „Dann mache ich das mal.“ Sagt’s, springt auf seine Rennmaschine und legt einen schwarzen Halbkreis samt Geraden mit dem Hinterrad auf den Asphalt, dass es nur so qualmt und stinkt. Der Auftritt des Mannes aus Bilsen beim Hamburg war ein Höhepunkt beim Quadfahren am Floßplatz in Höxter.

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Zu der Inklusionsveranstaltung hatte die Privatinitiative um Christoph Ising zum fünften Mal eingeladen – und 250 Zuschauer applaudierten und feierten die Show des Stuntmans, der auf dem Weg von einem Auftritt in Bayern nach Hause kurzerhand in Höxter Halt gemacht hatte. Weil er von der ehrenamtlichen Aktion der Quadfahrer für Menschen mit körperlichen und geistigen Handicaps gehört hatte, Ising einfach ansprach und mit seiner Show mit Quad, Rennmotorrad und Enduro ohne Honorar die Organisatoren wie Mitfahrer und Besucher auf dem Parkplatz am Floßplatz begeisterte. Riesen-Applaus und Zugaberufe waren sein einziger Lohn. Und anschließend gab’s noch Autogramme von dem Mann, der sein Metier und seine Maschinen beherrscht.

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„Ich bin sehr zufrieden mit dem Tag“, sagte ein sichtlich von der Resonanz angetaner Initiator Christoph Ising, der sich auch über ein Einsehen von Petrus freute, was das Wetter betraf. Schon morgens hatte die Quadtruppe eine Ausfahrt gemacht – zusammen mit weiteren Motorradfahrern.

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Der 46-jährige Postbeamte dankte allen Helfern und Sponsoren, ohne die dieses Event nicht möglich gewesen sei. 15 Quads standen für die Menschen mit Handicaps – sogar mit Rollstuhl und Rollator war ein Mitfahren auf den vierrädrigen Maschinen möglich – zur Verfügung. Auf einem Parcours drehten sie ihre Runden. Und zauberten bei so manchem Mitfahrer ein Lächeln ins Gesicht. Dass sich das Angebot der Männer und Frauen auf den Quads in den vergangenen Jahren – 2011 fand es zum ersten Mal statt – rumgesprochen hat, zeigte der Andrang an der langen Reihe an Leihhelmen: Denn Sicherheit steht bei diesem Event an erster Stelle.

Für den Nervenkitzel sorgte ja Stuntman Stefan Blank: Mit dem Quad fuhr er auf nur zwei Rädern, mal seitlich, mal nur auf Hinterachse, kurvte so auch um menschliche Pylonen herum oder sprang mit dem Cross-Motorrad über eine Rampe, das Quad und drei auf dem Boden liegende Gäste.

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