Kymco mit Biss

Der taiwanesische Premiumhersteller Kymco erweitert sein Sportquad-Angebot mit dem neuen Maxxer 450i Offroad Sport mit Heckantrieb. Damit ergänzt man die erfolgreiche Maxxer-Baureihe um eine waschechte Enduro.

Kymco will's wissen: Jetzt mit leistungsfähigem Sportler für viele Einsatzmöglichkeiten.

Kymco will’s wissen: Jetzt mit leistungsfähigem Sportler für viele Einsatzmöglichkeiten.

Marktführer Kymco erweitert seine erfolgreiche Maxxer-Baureihe um ein sportliches Quad mit kräftigem Motor, moderner Karosserie, Einzelradaufhängung und einstellbarem Sportfahrwerk. Der robuste Grundrahmen, der kräftige Motor mit 443 Kubik und Kardan-Antriebsstrang sowie die Einzelradaufhängung an der Hinterachse samt Querstabilisator entstammen der erfolgreichen ATV-Baureihe von Kymco. Der flüssigkeitsgekühlte Einzylinder-Viertakt-Motor mit Vierventiltechnik und elektronischer Einspritzung bringt in der starken LOF-Version eine Leistung von 22 kW / 30 PS bei 7000 U/min auf die Hinterachse, wo der Heckantrieb für ein sportliches Fahrvergnügen sorgt. Bereits in der Ausgabe 2-2015 konnten wir der Szene den ersten, exklusiven Fahrbericht liefern.

Abgespeckt oder aufgerüstet?

Ist die neue Version des 450er Maxxers eher eine Abrüstung, weil der Fahrer um den Allrad-Antrieb gebracht wurde? Nun, dass liegt im Auge des Betrachters oder eben im individuellen Einsatzbereich. Wer viel auf der Straße unterwegs ist oder seine Maxxer tatsächlich im sportlichen – sinnvollerweise Enduro-Veranstaltungen – Umfeld bewegen will, kann in der Regel auf den Frontantrieb locker verzichten. Die Vorteile? Ein fehlendes Differential vorne spart rund 20 bis 30 Kilo an der Front. Dadurch lässt sich die Vorhand in schwierigen Abschnitten leichter lupfen und mit Schwung Hindernisse nehmen. Auch ist die Steuerung leichter. Kraft hat der Motor der Kymco ausreichend, um auch einen „Wheelie“ zu provozieren bzw. in forscher Gangart etwa durch die Sonderprüfung einer Veranstaltung zu rauschen. Dank LoF-Zulassung und dem Einspritzsystem diesem tritt der größte aller Maxxer kräftig an. Das Gas spricht gut an und lässt sich sehr gut dosieren. In Punkto Endgeschwindigkeit ist die Kymco nicht allzu stark auf der Brust. Mit 90 km/h hört auf der Straße der Spaß schnell auf. Gefühlt zu früh riegelt ein Drehzahlbegrenzer den Vortrieb ab. Im Gelände macht sich der kräftige Durchzug positiv bemerkbar. Man wünscht sich sicherlich noch mal gute 10PS mehr unter die Sitzbank, würde man Enduro-Wettbewerbe bestreiten bzw. auf der Straße etwas flotter unterwegs sein wollen. Rund 30 PS stehen aber zur Verfügung, um sich sportlich zu betätigen.

 

Der Maxxer 450i 4x2 ist ein Sportgerät.

Der Maxxer 450i 4×2 ist ein Sportgerät.

Ein strebenloser Fatbar Lenker mit Polster, pulverbeschichtete Spezial Nerf Bars sowie Alufelgen runden die Ausstattung ab. Des Weiteren ist die Getriebeuntersetzung geblieben, die eingelegt nochmal ein wenig knackiger ans Werk geht wenn es ruppig wird. Die Gewichtsersparnis ist auf dem Track deutlich spürbar. Neben dem Verzicht auf das Frontdifferential, wurde dies auch durch die Verwendung von Alu-Nerf-Bars erreicht. Auch die Unterfahrschützer sind filigraner und etwas leichter als bisher. Die sportliche Note wird deutlich durch das neue Design unterstützt. Mattschwarz mit schwarzem Alu-Bumper sowie baugruppen in Carbon-Optik sorgen schon für einen gewissen „Aha-Effekt“ und werten die Maxxer auf. Handschützer weisen ebenfalls auf den Einsatzbereich der Neuen hin, während die Zugvorrichtung weiterhin der Zulassung geschuldet bleibt. Die Beleuchtungseinrichtunge sind in bekannter, homologierter Qualität.

Es geht los

Den Wahlschalter auf „H“ und der Drehmoment liegt gut an. Die Maschine – begünstigt durch das geringe Eigengewicht – geht gut voran. Leicht zu steuern und auch handlich “zu drücken”, wenn es mal eng wird. Insgesamt gibt sich der Maxxer sehr wendig und ist super einfach durch schnelle und / oder enge Kurven zu steuern. Schnell offenbart sich ein weiterer Vorteil: Das voll einstellbare Fahrwerk. Wo bisher Dämpfer arbeiteten, die lediglich vorspannbar waren, verfügt die SE-Version über justierbare in Zug- und Druckstufe mit Reservoir. Das ist wohl aus unserer Sicht der entscheidende Vorteil gegenüber dem Allrad-Maxxer, der bisweilen zu straff daher kommt. Ihr Übriges tut die verbreiterte Spur der doppelten A-Arms vorne und der Einzelradaufhängung hinten. Der Ergonomie und dem Handling kommt ebenfalls der neue, höhere Sport-Lenker zugute. Wo bisher die „Box“ für den Digitaltacho thronte, findet sich jetzt ein Lenkerpolster. Das Instrument wanderte in die Verkleidung, wo es deutlich weniger stört. Etwas zu tief für Wasserpfützen liegt die CVT und deren Belüftung.

 

Maxxer_450_on_2

Da geht was: Deutlich verbessertes Handling auf der Piste.

Wünschenswert wären sicherlich noch einstellbare Bremsgriffe, sodass sich jeder deren Abstand individuell einstellen kann. Bremsen mit zwei Fingern ist beim Serienabstand fast unmöglich. Dafür ist die Verzögerung der Bremsanlage absolut klasse. Die Scheiben stoppen den quirligen Sportler mit seinen 274 Kilo – ggf. plus 15 Litern Sprit und Fahrer – problemlos und sicher. Zudem ist die Motorbremse der Kymco sehr gut nutzbar. Man kann damit auch in Bergabpassagen bremsenschonend fahren, so dass man hier nicht unnötigen Bremsverschleiß fördert. Im Gelände lässt sich die Bremse gut dosieren. Auf der Strasse bringt man den Maxxer aus jedem Tempo zuverlässig zum Stehen. Gripp liefern in dieser Version die Pathfinder von Kenda, in den Größen 23×10-12 hinten und 23×8 -12, auf Stahlfelgen montiert.

Kann der Maxxer was?

Der Maxxer 450i 4×2 Offroad Sport wird als LOF-Version zulassungsfähig mit einer Leistung von 22 kW (30 PS) ausgeliefert. Außerdem ist auch eine VKP Version  (vierrädriges Kraftfahrzeug zur Personenbeförderung) mit einer Leistung von 15 kW (20 PS) bei 6600 U/min erhältlich.
Wir haben es beim Maxxer 450i SE nicht mit einem abgespeckten Fahrzeug zu tun. Nein, durch die beschriebenen Maßnahmen ist ein neues Modell, ein Sport-ATV entstanden. Und genau die liegen ja im Trend. Nur, dass es bei Kymco recht konsequent umgesetzt wurde. Wer also ein kräftiges, zuverlässiges und dazu noch sportliches Quad sucht, der kommt am neuen Maxxer kaum vorbei. Dem Enduro-Einsteiger liefert der Hersteller mit dem Hecktriebler ein sehr gut ausgerüstetes Einsatzgerät mit ausreichend Potential. Offroad-Wandern ist eine Wonne mit dem problemlosen Abenteuer-Quad. Lediglich etwas mehr Motorleistung könnte man noch brauchen. Wobei der Maxxer flott bewegt vor allem auf Marathon-Veranstaltungen glänzen könnte, indem er seinem Piloten nicht die Arme lang zieht, seine Kondition schont.  Ausgestattet ist das Quad mit einem der besten CVT-Getriebe auf dem Markt. Das Beste am neuen Sportler ist aber das breitere, einstellbare Fahrwerk. Eine echte Enduro. Nicht nur optisch!

Ein guter Tipp für Enduristen.

Ein guter Tipp für Enduristen.

Weiterhin gibt es denMaxxer 450i 4×4 Onroad oder Offroad mit zuschaltbarem Vorderradantrieb – wahlweise als LOF- oder VKP-Version. Weitere Informationen erhaltet Ihr unter www.kymco.de
Die passende Story hier: Kymco Maxxer 450i 4×4

Text: Ralf Wilke, Maurice van Oosten, Kymco
Fotos: Jurgen van Son, Ralf Wilke, Kymco

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