Jag den Wolf 2014

Sieg durch GPS

Wer bei Jag den Wolf gewinnen möchte, muss zweierlei Dinge unter einen Hut kriegen: Offroad-Fahren und gleichzeitiges GPS-Track lesen. Dabei ist höchste Konzentration gefragt, denn einen Augenblick nicht aufgepasst, wäre der Sieg dahin.

An sieben Tagen luden die Veranstalter um Oliver Renzler nach Rumänien in die Nähe von Cluj-Napoca ein und stellten ein Event der Superklasse auf die Beine. Mehr als 60 Fahrer aus Ländern wie Rumänien, der Schweiz, Italien, Österreich und Deutschland schrieben sich in die Starterliste der drei verschiedenen Klassen „Adventure“, „Crossover“ und „Extreme“ ein. Aufgeteilt in diese unterschiedlichen drei Klassen, konnten die Leistungsunterschiede gut unter Kontrolle gehalten werden, wodurch sich spannende Tagesduelle entwickelten. Ging es in der Adventure-Klasse um den Spaß am Fahren, kämpften die Piloten in „Extreme“ und „Crossover“ um die vorderen Plätze.

Dabei fiel auf, dass die erfolgreichen Fahrer zwar auf Markenprodukten wie Can-am antraten, aber auch andere Marken wie CFMoto hervorragend mithielten. In diesem Sinne verfolgte Bogdan Mag die lange führenden Fahrzeuge aus Kanada und hielt sehr gut mit. Dabei kam es auch für ihn entscheidend darauf an, den vorgegebenen GPS-Tracks genau zu folgen und dabei nicht weiter als 100 Meter davon abzukommen. In diesem Sinne mussten die Fahrer zwar die vorgegebenen Eingänge in besonders schwierige Passagen finden, konnten dann aber selbst über die eigentlichen Wege entscheiden. Dadurch ergaben sich teils ganz unterschiedliche Wege durch die Passagen. Zum Verständnis der Leistungsunterschiede: am ersten Tag verlor Bogdan Mag auf seiner CFMoto nach knapp dreieinhalb Stunden Fahrt 16 Minuten auf die führende Vierergruppe. Andere Fahrer der Extreme-Klasse kamen eine Stunde nach den Spitzenreitern ins Ziel.

Insgesamt zeigte sich die Veranstaltung sehr anspruchsvoll, bediente aber auch die Interessen der ambitionierten Hobbyfahrer in der Adventure-Klasse. Fast ausschließlich offroad fuhren die Extreme-Piloten. Im Gegenteil dazu führten in der Adventure-Klasse einige Passagen über öffentliche Straßen, wodurch sich eine angenehme Atmosphäre mit besten Offroad-Einsätzen ergab. In diesem Sinne konnten auch Fahrer, die noch nicht über tausende Kilometer Offroad-Erfahrung verfügten, fantastische Stunden in der rumänischen Natur erleben.

Tiefe Wasserdurchfahrten, steile Ab- und Auffahrten forderten der Teilnehmern einiges ab. Dabei spielte das Durchhaltevermögen eine große Rolle, war es doch körperlich sehr anstrengend die Tracks zu bewältigen. Nicht nur der Körper musste durchhalten, auch das Material wurde auf eine harte Probe gestellt.

Die Abende der Veranstaltung wurden durchweg gemeinsam in einem guten Hotel verbracht, wo ein gemeinsames Abendessen die unterschiedlichen Nationen zusammenbrachte. Jedoch waren einige Unterkünfte weniger positiv zu beschreiben, was aber aufgrund der Erwartung, an einem Offroad-Event der Extraklasse teilzunehmen, abgefedert wurde.

Jag den Wolf ist sowohl für extreme Offroadfanatiker als auch für ambitionierte Hobbypiloten eine hervorragende Gelegenheit, fantastische Geländeerfahrung zu sammeln. Alle positiven Gerüchte über Jag den Wolf stimmen! Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei.

Text: Martin Zink Fotos: Martin Zink, Oliver Renzler

Ergebnisse:

Extreme:

1. Lungu Radu

2. Mihaly Szabo

3. Pavel Saska

Crosover:

1. Dan Alexandru Slavescu

2. Gerhard Kovarik

3. Jakub Śliwa

Adventure

1. Ion Dodu, Alexandru Varjan, Alexandru Ile

2. Wolfgang Dreher, Marcin Morawski

3. Velso Nicchi, Daniel Geißler

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