Endurance Masters 2014

Spannende Fights in Neiden

Ein Drittel der Rennsaison ist schon gelaufen. Mit Rekordbeteilung von 110 Fahrern ging die endurance-masters am vergangenen Wochenende auf dem Offroad-Gelände des MSC Pflückuff in Neiden in die dritte Runde.

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Der Wettergott meinte es einmal mehr gut mit den vierrädrigen Enduristen. Pünktlich in der Nacht vor den Rennen hörte der große Regen auf. „Es ist zwar an manchen Stellen etwas schlammig, – dafür staubt es dieses Mal nicht”, berichtet Seriensieger Michael Grimm zufrieden nach der Besichtigungsrunde. Der MSC Pflückuff hat über den Winter die Strecke modernisiert. Die Cross-Strecke ist neu designed, die Sprünge sind ummodelliert, man habe eine Menge Arbeitszeit in der Strecke investiert, berichtet der Clubvorsitzende Lars Hampicke. Die Gestaltung der neuen endurance-masters-Strecke übernahm Marco Ketteritzsch. „Marco fährt selbst in der Serie mit und kennt so die Bedürfnisse”, lobt Hampicke .

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Bei den Kids und den Youngstern sah es erst noch so aus, als müsse man wegen des Regens die Strecke kurzfristig anpassen. Die Kids kämpften auf verkürzter Strecke um Meisterschaftspunkte. Obwohl Lennox Quellmatz dieses Mal nur al Siebter ins Ziel kam, konnte er in Führung bleiben. Lennox ist nun nur 5 Punkte vor Niklas Hoppe, der wiederum 6 Punkte vor Tim Bengs.

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Die Youngster waren die ersten, die an diesem Wochenende auch den Steilhang nach Start und Ziel bewältigen mussten. Jason Kuhn holte sich in der kleinen Youngster-Klasse überlegen den Sieg vor Paul Berbert und Kenzo Lange. Youngster2 wird in dieser Saison von Lion Jubert auf der 250er Yamaha dominiert. Zum dritten Mal in Folge stand Lion ganz oben auf dem Siegerpodest. Platz 2 geht an Filip Koutecky. Der junge Tscheche kann sich mit einer Sekunde Vorsprung ins Ziel retten.

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Michael Grimm zeigte in Torgau einmal mehr, wen es bei den Iron-Männern zu schlagen gilt. Der Kawa-Pilot übernimmt sofort die Führung und holt sich den Klassensieg. Teamkollege Marco Ketteritzsch kommt immer besser in Fahrt. Auf seiner Heimstrecke wird der Torgau mit dem zweiten Platz belohnt. Platz drei geht an Alexander Hauswald. Der Meisterschaftsführende André Nowoisky musste sich nach technischen Problemen mit Platz 5 begnügen. Der Dresdner führt zwar noch im Championat, der Vorsprung auf Michael Grimm ist allerdings auf 4 Punkte geschrumpft.

In der Iron-Man-Light-Klasse, hier ist die Renndistanz auf 1,5 Stunden reduziert, wurde Michael Holland erstmals in dieser Saison geschlagen. Ein Reifenschaden warf den Zeitsoldaten zurück. So konnte sich Ralf Krüger, im vergangenen Jahr GCC-Meister, auf seiner Yamaha durchsetzen und beim ersten Start in dieser Saison den Sieg einfahren. Max Kubat, in der letzten Saison noch bei den Youngstern unterwegs, zeigte in Torgau sein großes Potenzial. Der Sachse kommt als hervorragender Zweiter ins Ziel. Für Michael Holland reicht’s schließlich noch für Platz drei.

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20 ATV-Fahrer nahmen „Am Österreicher” den Kampf um die Meisterschaftspunkte auf. In der 3-Stunden-Klasse setzte sich mit einer Runde Vorsprung Andreas Rosenlöcher durch. Platz 2 geht an Sacha Dietz aus Lichtenfels. Der Polaris-Händler geht als einziger Fahrer als Doppelstarter auch bei den SXS ins Rennen. Landmaschinen-Verkäufer Sebastian Döbler holt sich Platz drei vor dem Vorjahres-Champion Frantisek Sima auf der 800er Renegade.

Die 1,5-Stunden-Klasse der ATVs wird Marco Sturm dominiert. Zum dritten Mal in Folge holt sich der Thüringer den Sieg vor Gers Irek. Platz drei geht an Jakub Sima, der nach Groß Glienicke von den Quads zu den ATVs gewechselt hat.

Thomas Rust und Alexander Vogt haben sich für 2014 das Ziel gesetzt wie schon vor 3 Jahren den Meistertitel zu holen. Nach Groß-Glienicke holten sich die beiden KTM-Fahrer erneut Platz 1. Sebastian Meißner und Ralf Albrecht werden Zweite. Steffen Schmidt und Rico Raetsch, in der Meisterschafts-Wertung auf Platz 2, müssen sich in Torgau mit der 6.Position begnügen. Ein Strafzeit warf die beiden Sachsen in der Wertung zurück.

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Im Rahmen der endurance-masters wurde in Neiden auch der zweite Lauf zur deutschen DMV-Buggy-Meisterschaft gestartet. 1,5 Stunden musste auf einer selektiven Rundstrecke inklusive Tables und Stepups absolviert werden. Florian Meier gewinnt auf dem neuen Polaris RZR 1000 den Start vor Holger Strien auf der Arctic-Cat Wildcat. Nach einer halben Stunde musste der Nordhausener seine Katze mit stotterndem Motor abstellen. Ein Sensordefekt hatte Strien den Tag verdorben. Auch die zweite Katze erreicht das Ziel nicht. Ein abgerissener Riemen stoppt Hans-Georg v.der Marwitz schon nach einem Renndrittel. Die Ausfallqute bei den SXS ist groß. Gerade mal 50 Prozent der Starter erreichen das Ziel. Newcomer Christian Leicht holt sich hinter Meier bei seinem ersten Renneinsatz Platz zwei. John Scherf vertritt als einziger die Can-Am Farben. Nach einem Umkipper und daraus resultierendem Reifenschaden kämpft sich der Thüringer schließlich als Dritter ins Ziel.

Die ATVs und Quads haben nun erst mal eine längere Pause. Am 7.Juni steht in Nordhausen der nächste endurance-masters-Lauf auf dem Programm. Für die Buggy-Fahrer steht schon in zwei Wochen die Baja Deutschland im Tagebau Profen an. X

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