Ingo ten Vregelaar

Der fliegende Holländer ist zurück

Er ist wieder im Rennen: Ingo ten Vregelaar steht 2014 für das Shadow-Quad Racing Team am Startgatter. Wir sprachen mit dem mehrfachen deutschen Meister über die bevorstehende Saison.

Der Niederländer feiert im Rennstall von Quadhändler Norbert Schatten aus Geldern sein Comeback im Deutschen Moto-Cross-Quad-Cup. Fünf Mal war er Deutscher Meister und verhalf der Marke W-Tec in der Sportszene zum Durchbruch. Ingo war von 1999 bis 2003 auf die Titel in der Prädikatserie abonniert, nachdem er bereits zuvor zweimaliger Meister in seinem Heimatland geworden war. Nur wenige Fahrer konnten ihm seinerzeit Paroli bieten, was ihm den Spitznamen „Der fliegende Holländer“ einbrachte.

Quadwelt:

Ingo – willkommen zurück! Hast Du uns vermisst? 😉

Ingo:

Ja – ein bisschen schon! 😉

QW:

Wo warst Du und was hast Du gemacht?

Ingo:

Ich habe 2004 von W-Tec auf KTM gewechselt und bin von 2005 bis 2007 in der britischen Meisterschaft gestartet. KTM hatte angefragt und mich verpflichtet. Ich konnte mich auch dort in die Entwicklungsarbeit einbringen. Inzwischen habe ich eine Familie gegründet und mich beruflich selbstständig gemacht.

QW:

Du startest auf Yamaha. Warum nicht wieder auf einer W-Tec?

Ingo:

Mein Vater hat damals mit Henning Winkelhuis das Quad entwickelt. Da galten andere Voraussetzungen was Sponsoring usw. betrifft. Ich war ja gleichzeitig sowas wie ein „Testpilot“. Inzwischen hat sich mein Vater zur Ruhe gesetzt und es fahren ja andere auch ganz flott auf den W-Tecs. Eine Yamaha ist für mich ausgehend von der Serienbasis gut anzupassen. Das ist zunächst mal günstiger für das Team und mich. Zudem ist mein Freund Norbert ja sehr engagiert als Händler und Rennfahrer für die Marke. Da war das naheliegend.

QW:

Wo werden wir Dich sehen?

Ingo:

Natürlich im Deutschen Moto-Cross-Quad-Cup, bei der GCC und immer dort, wo ich es beruflich ermöglichen kann. Oder dort wo es Spaß macht, etwa bei mir zu Hause in Bertelo/NL. Da ist ein Rennen am 22. Juli für jedermann. Könnt Ihr auch kommen – ist einfach immer geil!

QW:

Worauf freust Du Dich?

Ingo:

Auf den fairen Schlagabtausch mit meinen alten Rivalen, die noch aktiv sind. Aber auch auf die neuen Talente. Mal schauen, was noch so geht mit 36 Jahren 😉

QW:

Damit gehörst Du doch nicht zum alten Eisen!

Ingo:

Wenn man von der Pause absieht, bin ich seit meinem 13. Lebensjahr auf dem Quad unterwegs. Damals noch auf einer 250er Honda und später auf einer EML-KTM mit 500 Kubik, womit ich 1997 und 1998 niederländischer Meister wurde. Im Alter von 16 haben heute viele meiner neuen Sportkollegen teilweise schon zehn Jahre Rennerfahrung. Das gleicht sich wohl etwas aus auf der Strecke, schätze ich.

QW:

Ist das Deine Motivation wieder einzusteigen?

Ingo:

Nein – nicht das alleine. Vor allem der Spaß an der Sache und am Rennen fahren. Und im Shadow-Quad-Racing-Team steht das an erster Stelle. Weniger der Erfolgsdruck wie damals. Klar – wir fahren zu den Veranstaltungen, um möglichst weit vorne in der Wertung zu landen. Aber die Freundschaft, der Sportsgeist und der Zusammenhalt ist uns mindestens genauso wichtig!

QW:

Sehen wir uns in Fursten Forest?

Ingo:

Na klar! Auf Norberts Treffen wollen wir mit dem ganzen Team anrücken. So ist der Plan. Da können wir dann alle – auch Fahrer aus der Szene – etwas Benzin reden und gemeinsam fahren.

QW:

Super! Der Termin wird bald bekannt gegeben. In der Zwischenzeit schon mal einen guten Start in die Saison und viel Erfolg!

vregelaar10

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